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Adventskalender: 2001 – Das Gerät, das kein Mac ist

05.12.2020 | 00:01 Uhr | Peter Müller

2001 war ein Jahr bei Apple, als die Firma vor Beinahe-Pleite stand und doch noch eine überraschende Wende gefunden hat.

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Das neue Jahrtausend hatte für Apple nicht wirklich verheißungsvoll begonnen: Drei Monate vor dessen Beginn stürzte die Apple-Aktie nach einer Gewinnwarnung im Oktober 2000 beinahe ins Bodenlose, jedenfalls war von heute auf morgen der Kurs halbiert. Grund waren zögerliche Verkäufe der neuen Power Macs G4, mit denen Apple schon eine harte Grenze auf sich zukommen sah: Denn der PowerPC konnte bessere Performance allmählich nur auf Kosten größerer Leistungsaufnahme und damit Abwärme erreichen. In jenen Tagen  – auf der Macworld Expo im Sommer 2001 hatte Apple-CEO Steve Jobs noch mit der Erklärung des Megahertzmythos ein wunderbares Reality Distortion Field geschaffen – muss bei Apple aber die Entscheidung gereift sein, sich nach einem anderen Lieferanten umzusehen.

Und war denn nicht Mac-OS X, das im März 2001 als Version 10.0 (Cheetah) endlich final erschien und schon im Sommer das erste Wartungsupdate auf 10.1 (Puma) erhielt, ursprünglich für die x86-Architektur entstanden, als NeXTStep?

Eine weitere Eigenschaft hatte und hat das auf den FreeBSD-Kernel basierende Unix-System: Es ist weit skalierbar. So rankten sich im Sommer 2001 und noch mehr im Oktober des gleichen Jahres wilde Spekulationen um die Rückkehr des Newton, jenes missglückten Handheld-Assistenten, den Steve Jobs kurz nach seiner Rückkehr einstellen ließ.

Ganz verkehrt waren die Gedanken ja nicht, wie man später bei iPhone und iPad erkennen konnte, aber im Oktober 2001 war es ein ganz anderes elektronisches Gerät, das kein Mac war – wie es kryptisch in der Einladung zur Pressekonferenz hieß – Apples Ausweg aus der Nische bedeutete.

Noch ein MP3-Player? Weit gefehlt! Der iPod definierte den Musikplayer völlig neu, die damals unerhörten 5 GB Speicherplatz, die schnelle Firewire-Schnittstelle und vor allem die Software zur Verwaltung von 1000 Songs auf einem Gerät mit Mini-Bildschirm setzten neue Maßstäbe – die so schnell auch keiner kopieren konnte.

Irgendwie war beim iPod aber auch Glück im Spiel. Nicht einmal Toshiba konnte etwas mit der 1,8-Zoll-Festplatte anfangen, die seine Ingenieure entwickelt hatte. Nur Apple kam auf die Idee, was man damit machen konnte. Digitale Musikplayer gab es davor auch, nur hatte Cupertino die Einzelteile und Komponenten erstmals richtig zusammengefügt.

Dabei half auch, dass der Mac seit 2001 endlich CDs und sogar DVDs brennen konnte und die Software iTunes, die das Gegenstück des iPod auf dem Mac war. Und dann kam noch eine Subordination hinzu: Jobs wollte den iPod exklusiv für Apple, doch seine Mitarbeiter dachten bei der Entwicklung schon an USB – und damit die weit größere Zielgruppe mit Windows-PCs. Dafür musste man aber noch iTunes für Windows entwickeln – und in einem weiteren Reality Distorsion Field erklärte Steve Jobs, es handle sich bei iTunes für Windows um die beste je für den PC geschriebene Software. Was müssen die anderen Programme dann erst schlecht gewesen sein …

Die heutige Frage: iTunes hatte wie so viele erfolgreiche Produkte bei Apple eine Vorgeschichte außer Haus – man denke da nur an Siri oder Logic. Wie hieß die Software, die Apple mitsamt Herstellerfirma übernahm, um damit im Jahr 2001 iTunes daraus zu machen?

  1. MsicPlayr

  2. PodFill

  3. SoundJam

Wenn Sie die Antwort wissen, tragen Sie diese mitsamt Ihrer Adresse bitte in das Gewinnspielformular ein. Mitarbeiter der IDG Communications AG und ihre Angehörigen dürfen nicht teilnehmen, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Nicht ausgeschlossen ist aber, dass Sie gewinnen können.

Heute gibt es zu gewinnen:

Bleiben Sie ruhig beim Filmen! Sicher, das iPhone hat eine taugliche Bildstabilisierung, für schnell "aus der Hand" geschossene Fotos und Videos, für ruhigere und professionell anmutende bewegte Bilder benötigt man aber mehr. Etwa eines der Gimbals von Hohem , das uns der Hersteller heute in den Adventskalender gelegt hat.

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