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Adventskalender: 2005: Wir können auch anders

08.12.2020 | 00:01 Uhr | Peter Müller

2005 war für Apple so etwas wie ein Test von 2020. Nicht dass Apple eine Seuche losgetreten hat, sondern eine wichtige Umstellung.

Alle spannenden Geschichten aus unserem Adventskalender können Sie hier nachlesen.

Warum das iBook nicht mehr lange iBook hieß, erklärt der 6. Juni 2005. Wer in diesem Jahr die virtuelle Keynote zur WWDC 2020 gesehen hat, bei der der Apple-CEO erklärte, man werde den Mac auf eine neue Prozessorplattform umziehen, wird sich sicher an den Tag erinnern. Damals war vieles anders: Die Eröffnungsveranstaltung zur Entwicklerkonferenz moderierte Steve Jobs und nicht Tim Cook, und das vor Publikum. Einen Internet-Stream oder wenigstens eine Übertragung für die Presse gab es nicht, in der Redaktion in München lauschten wir dem Telefonbericht des Kollegen vor Ort in San Francisco und verstanden nicht alles sofort, aber jene Jobs-Worte waren klar und eindeutig: „Ja, die Gerüchte sind wahr. Wir werden den Mac auf die Intel-Plattform umziehen.“

Wie auch in diesem Jahr konnten sich Entwickler einen Prototypen bei Apple bestellen, damals ein Intel-Mac im Gehäuse des Powermac G5. Und auch die Begründung blieb gleich: Performance per Watt. Will heißen, der PPC war zu jener Zeit an einen Punkt gelangt, an dem er nur unter noch größerer Energieaufnahme mehr leisten konnte, erklärte Apple. Das sei mit Intel-Chips ganz anders. Die nun wiederum 15 Jahre später aus Sicht Cupertinos keine Zukunft mehr hätten, weswegen man auf eigene Chips setzt.

Rückblickend erschien der Wechsel vom PPC auf Intel ebenso plausibel, wie sich der von Intel zu ARM in der Jetztzeit offenbar als gute Idee erweist. Mac-OS X, das 2005 längst zum Standard geworden war und selbst Nostalgiker ihren Mac nur noch selten im klassischen System starten ließen, kam ursprünglich von der X86-Architektur. Schon 2002 hatte es gemunkelt, Apple würde nebenbei den Kernel des neuen Mac-Betriebssystems für Intel weiter entwickeln. Das sei eine Option, antwortete Steve Jobs seinerzeit – und man habe gerne Optionen. Bei IBM, das den G5 für den Power Mac exklusiv produzierte und bis zum Ende der PPC-Ära bei Apple keinen Chip für einen Powerbook G5 fertigstellen konnte, müssen damals die Alarmglocken geklingelt haben. Aber das war ja auch in der Zeit, in der Big Blue sich allmählich von seinem Hardwaregeschäft zu trennen begann.

Binnen eines Jahres werde man die ersten Intel-Macs marktreif haben, versprach Steve Jobs an jenem Juni-Montag. Und ganz Schlaue rechneten dann auch gleich vor, das wäre dann am 06.06.06 – „666 is no longer alone“. Nun gut, Steve Jobs brach sein Versprechen, die ersten Macs mit Intel-Chips gab es schon fünf Monate früher. Und damals wie heute waren die ersten Maschinen solche mit neuem Wein in alten Schläuchen, der erste Intel-Mac sah genau so aus wie sein Vorgänger der iMac G5 und auch das neue Macbook Pro ähnelte dem Powerbook doch sehr. Apple kann ja nicht jedes Mal das Rad neu erfinden.

Die heutige Frage: Steve Jobs und der damalige Intel-Chef Paul Otellini machten sich bei der Präsentation des ersten Intel-Mac im Januar 2006 einen Spaß. Was hatte der – mittlerweile leider auch verstorbene – Otellini an, als er auf die Bühne trat und Steve Jobs den symbolischen ersten Wafer überreichte?

  1. Rollkragenpulli, Jeans und Senker wie auch Jobs selbst

  2. Ein T-Shirt mit dem Spott-Logo „Snail inside“

  3. Einen Reinraumanzug

Wenn Sie die Antwort wissen, tragen Sie diese mitsamt Ihrer Adresse bitte in das Gewinnspielformular ein. Mitarbeiter der IDG Communications AG und ihre Angehörigen dürfen nicht teilnehmen, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Nicht ausgeschlossen ist aber, dass Sie gewinnen können.

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