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Adventskalender: 2006 – Das beste aus zwei Welten

09.12.2020 | 00:01 Uhr | Peter Müller

Apple hat Boot Camp aktiv unterstützt und weiter entwickelt, nun steht das Windows-Türchen für den Mac vor dem Aus.

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Zwei Jahre hat Apple für den Wechsel der gesamten Mac-Landschaft auf eigne Chips veranschlagt, für den Wechsel auf Intel nannte Steve Jobs seinerzeit den Zeitraum von einem Jahr, nachdem mit den ersten Intel-Macs zu rechnen sei. Das hat aber so nicht gestimmt, denn rund 14 Monate nach der Ankündigung vom Juni 2005 bekam auch der letzte Mac einen neuen Prozessor. Im August 2006 wurde auf der WWDC aus dem Power Mac G5 der Mac Pro, äußerlich kaum verändert. Das kam dann ein paar Jahre später und erwies sich nicht als die beste Idee …

Das Jahr 2006 stand also ganz im Zeichen des Paradigmenwechsels oder der Transition, die Apple im Juni 2005 angekündigt hatte. Das sei ja nicht die erste in der Firmengeschichte, meinte Steve Jobs seinerzeit zur Beruhigung der teilweise recht aufgebrachten Entwickler und Kunden. Bei der ersten, der vom 68k-Mac zum PowerPC, war er ja gerade nicht in der Firma, für die zweite, den Wechsel vom klassischen System zu Mac-OS X war er samt seiner Zweitgründung NeXT zu Apple gekommen, womit eben die Ära n.J.R. (nach Jobs’ Rückkehr) begann, deren 24stes Jahr gerade abläuft.

Mit dem neuen Jahr beginnt in gut drei Wochen ebenso eine neue Ära. Wir hoffen nicht nur auf das Jahr 1 nach Corona (wobei uns das Virus sicher auch noch im Jahr 2025 beschäftigen wird, in der ein oder anderen Art und Weise), sondern gehen ganz sicher in das Jahr 1 n.A.S.: Nach dem Umstieg auf Apple Silicon. Mit dem Jahr 2006 wird das Jahr 2021 aber bei Apple nur bedingt zu tun haben, denn was seinerzeit im August bewerkstelligt war, dürfte diesmal selbst im Dezember nicht abgeschlossen sein. Der Mac ist im Jahr 2020 ein wenig komplexer, als er 2005 war, der Umstieg wird länger dauern. Einige Modelle werden uns überraschen, andere an alte Bekannte erinnern: Jetzt wäre aber wirklich mal die Gelegenheit, einen Supercomputer in einen Würfel oder einen Zylinder einzubauen …

Die späte WWDC des August 2006 brachte aber noch eine wichtige Sache, nach Abschluss der Rechnerumstellung konnte sich Apple wieder um die Software kümmern. Mac-OS X 10.5 Leopard sollte nun komplett in 64 Bit kommen, bis Apple die Unterstützung von 32-Bit-Software aufgab, dauerte es dann noch bis 2019. Der Leopard brachte aber auch zahlreiche Neuerungen an der Oberfläche und der Funktionalität. Die wichtigste war sicher Time Machine, das in das Betriebssystem integrierte Backup-System: Keine Ausreden mehr, keine Sicherungskopien mehr anzulegen. Auch nicht uninteressant waren die Spaces, jene virtuellen Arbeitsflächen, auf denen man noch heute am Mac hin und her wandern kann. Oder eben Boot Camp, das es vor dem Leoparden schon als eigenständige Software gegeben hatte: Damit war es möglich, Windows so auf den Mac zu installieren, dass es direkten Zugriff auf die Hardware hatte und nicht erst durch einen Emulator musste.

Apple wurde gewissermaßen dazu gezwungen, denn Anfang 2006 zeichnete sich ein interessantes Rennen ab: Was würde zuerst passieren, Windows auf dem Mac oder Mac-OS X 10.4 Tiger auf einem herkömmlichen PC? Das Rennen ging einerseits unentschieden aus, Hacks in beide Richtungen erschienen etwa zur gleichen Zeit. Und doch hatte „Windows auf dem Mac“ gegenüber „Tiger auf dem PC“ den klaren Sieg davon getragen: Denn Apple erlaubte ersteres nicht nur, sondern unterstützte es aktiv mit Boot Camp, anderseits konnte Apple unter Verweis auf seine Urheberrechte erfolgreich verbieten, dass jemand Mac-OS X auf eine Hardware installier, die nicht von Apple ist.

Gegen derartige „Hackintoshes“ geht Apple aber auch nur vor, wenn es sich um einen kommerziellen Versuch handelt, etwa jener mit dem PearC. Apple lässt sich Birnen aber nicht für Äpfel vormachen, wenn dagegen jemand privat aus Spaß an der Freud sich mit Standardkomponenten einen Hackintosh zusammenbaut, braucht er nicht zu befürchten, dass nach dem ersten Bootvorgang ein Anwalt mit einer Unterlassungserklärung vor der Tür steht.

Mit Apple Silicon hat sich aber nicht nur Boot Camp erledigt, sondern auch der Hackintosh: Seine SoCs verkauft Apple nicht an Dritte. Was aber immer noch möglich sein kann, wäre Windows auf dem Mac, in einer ARM-Version, von Parallels Desktop, Vmware Fusion oder dergleichen virtualisiert. Oder gar ein Emulator, der aber gewiss ein Windows-Erlebnis bieten wird, dass die damalige „Snail inside“ wie eine Rennschnecke wirkt.

Das führt uns zur heutigen Frage: Wie hieß denn in Vor-Intel-Mac-Zeiten jener Emulator, mit dem man schreckliche Dinge auf den Mac bringen konnte, nämlich Windows?

  1. Virtual PC

  2. WinMac

  3. WINE

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