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Adventskalender: 2009 – Die Katze, die lange bleibt

18.12.2020 | 00:01 Uhr | Peter Müller

Mac-OS X Snow Leopard wurde in manchen Kreisen Windows XP von Apple genannt, nicht wegen der Fehler, sondern wegen der Langlebigkeit.

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Es war schon eine ganze Weile, bevor Craig Federighi die „Naming Crisis“ in Sachen Mac-OS X eingestehen musste, als klar wurde, dass die Katzennamen allmählich ausgehen. Angefangen hatte es dabei sogar mit einem Tier, das alles andere als eine Katze war: Die Public Beat von Mac-OS trug den Codenamen „Kodiak“. Diesen aber inoffiziell, so wie auch Apple niemals die Versionen 10.0 und 10.1 als Cheetah oder Puma bezeichnete. Mit Mac-OS X 10.2 Jaguar kam aber erstmals eine Katze offiziell auf die Verpackung der Box mit der Installations-DVD. Es folgten Panther, Tiger und Leopard – lauter Großkatzen. Wäre zwischendrin auch mal ein Lynx gewesen, hätte Apple ja andere Felidae als Paten nehmen können, Europäisch Kurzhaar oder Maine Coone. Aber nein, es mussten Großkatzen sein, der Lynx hätte ja auch zu sehr nach Linux ausgesehen.

So folgte auf den Leopard der Schneeleopard, es verblieben dann nur noch der Löwe – den Apple tatsächlich noch mit der Versionsnummer 10.7 bringen sollte – und der Nebelparder, im Englischen als „Clouded Leopard“ bekannt. Ein Mac-Betriebssystem in der Cloud? Nun ja, so weit sollte es nicht kommen, Apple holte ja auch noch den Puma hervor, den man auch als  Mountain Lion bezeichnen kann – OS X 10.8 hieß dann so.

Aber zunächst sollte eben im Jahr 2009 der Schneeleopard den Leoparden ablösen, ein scheues Tier, Sean Penn kann in „Walter Mitty“ gegenüber Ben Stiller ein Lied davon singen. In der Apple-Welt war aber der Snow Leopard als Mac-OS X 10.6 gekommen, um lange zu bleiben. Denn es handelt sich um die letzte Betriebssystemversion, die sich einerseits noch auf jüngerer PPC-Macs installieren ließ und die andererseits auf den neuen Intel-Maschinen dank Rosetta noch dafür programmierte Anwendungen ausführen konnte. Im Jahr 2009 waren die meisten Entwickler dann zwar so weit, ihre Software auf X86-Instruktionen umgeschrieben zu haben, aber gerade diverse Plug-ins und Treiber oder seltene vertikale Lösungen setzten immer noch den PPC-Unterbau voraus. So leuchtet das Jahr 2009 gewissermaßen weit in die 20er hinein: Etwa um 2024 oder 2025 wird Apple die letzte macOS-Version bringen, die noch Rosetta 2 mitbringt, um Intel-Programme auf Apple Silicon ausführen zu können. Manche Geschichten wiederholen sich doch.

Der Snow Leopard darf aber auch aus anderen Gründen als vorläufiger Endpunkt einer Entwicklung gelten: Der Paradigmenwechsel vom klassischen System mit seinen Ursprüngen in den 70ern hin zu einem modernen Betriebssystem, das auf einem Fundament basiert, das, äh, in den 70ern gelegt wurde: Das Apple-Unix war ausgereift.

So in etwa hatte Apple auch den Snow Leopard präsentiert: Nach all den Umbauten am System und den vielen Neuerungen sei es nun an der Zeit ein wenig aufzuräumen. Ein paar kosmetische Änderungen, mehr war da nicht zu sehen. Nur an der Code-Basis hat Apple kräftig aufgeräumt und damals auch schon die Grundlagen gelegt, für das, was ab OS X 10.7 Lion zwei Jahre später kommen würde.

Mac-OS X 10.6 Snow Leopard war dann auch noch das letzte System mit dieser Nomenklatur, der Lion hieß offiziell schon OS X, bis dann Apple mit Sierra auf macOS wechselte. Wir können es nicht mit aller Bestimmtheit sagen, wie viele Mac-Anwender immer noch mit Mac-OS X 10.6 unterwegs sind, weil ihnen nichts anderes übrig bleibt oder weil sie nichts anderes wollen, in den Logfiles unserer Website finden wir aber immer noch Spuren vom Schneeleoparden – und das weit mehr als von Lion oder Mountain Lion. Dennoch wollen wir nicht behaupten, Snow Leopard sei das Windows XP für den Mac. So übel war der scheue Zeitgenosse aus dem asiatischen Bergland ja auch wieder nicht.

Unsere heutige Frage dreht sich um das iPhone des Jahres 2009, das iPhone 3GS, das es nicht nur in Schwarz gab, sondern auch in Weiß. Bei der Vorstellung des Telefons auf der WWDC 2009 kam es zu Problemen. Welcher Art waren diese?

  1. Das präsentierte Gerät stürzte ständig ab.

  2. Das präsentierte Gerät verlor ständig die Verbindung zum Internet.

  3. Das präsentierte Gerät fiel Steve Jobs aus den Händen: Displaybruch.

Wenn Sie die Antwort wissen, tragen Sie diese mitsamt Ihrer Adresse bitte in das Gewinnspielformular ein. Mitarbeiter der IDG Communications AG und ihre Angehörigen dürfen nicht teilnehmen, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Nicht ausgeschlossen ist aber, dass Sie gewinnen können.

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Die smarte Waage, die es gestern zu gewinnen gab, ist nur eines der wichtigen Hilfsmittel für mehr Fitness und weniger Körpergewicht. Man muss schon selbst etwas dafür tun. Damit aber nicht der innere Schweinehund gewinnt und man mehr auf dem Sofa herumlümmelt als sich auf die Laufstrecke zu begeben, braucht es ein wenig Motivation.

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Diese gibt, formschön und zuverlässig, die Scanwatch von Withings . Wer Smartwatches wie die Apple Watch nicht mag und lieber eine echte Uhr trägt, findet in der Withings ein Lösung. Neben der Uhrzeit zeigt das Zifferblatt auch die Schrittmenge an, in Prozent. Die genaue Zahl legt man in der zugehörigen App fest, die auch die vom Pulsmesser und dem EKG ermittelten Daten aufnimmt, protoikolliert und auf Wunsch an Apple Health, die Gesundheitszentrale auf dem iPhone, weiterleitet. Den Akku muss man nicht einmal täglich aufladen wie bei der Apple Watch, sondern nur einmal im Monat.

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