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Adventskalender: 2018 – Die unerwartete doppelte Rückkehr

21.12.2020 | 00:01 Uhr | Peter Müller

Totgesagten leben länger, das beweist immer wieder der Mac Mini, bis Ende 2018 glaubte man, den Rechner hat Apple abgeschrieben.

Alle spannenden Geschichten aus unserem Adventskalender können Sie hier nachlesen.

Während man nach einigen Apple-Keynotes wenn auch nicht die Uhr, so doch zumindest den Kalender stellen kann – jedes Jahr Anfang Juni die Eröffnung der WWDC und in der ersten September-Hälfte gibt es neue iPhones – ist das bei anderen Events in Apples Jahreskreis nicht der Fall. Dabei meinen wir gar nicht mehr die Ereignisse des Corona-Jahres 2020, sondern die in den Jahren zuvor. Immerhin wartete Apple 2018 gleich mit zwei Veranstaltungen außer der Reihe auf. Und die waren dann beide auch noch an einem ungewöhnlichen Ort.

Ende März etwa lud Apple zu einer Presseveranstaltung an einer Schule in Chicago ein, um dort im passenden Rahmen sein neues iPad vorzustellen, das der siebten Generation. Die Besonderheit des iPad 7: Endlich unterstützte er auch den Apple Pencil, war damit noch besser für Schule und Studium geeignet, um Notizen zu machen, Zeichnungen zu erstellen, Lehrmaterialien aufzurufen und abzuarbeiten – und was man eben sonst noch mit einem iPad anstellt. Das ideale Gerät für digitales Lernen, gerade in Zeiten, in denen Präsenzunterricht eine schlechte Idee ist. So wundert es wenig, dass wir just in diesem Herbst eine Schule vor den Toren Münchens dabei beobachten konnten, wie sie rund 100 iPads für ihre Mittelstufe anschaffte. Nur ein Anfang, aber ein guter. Es handelt sich hierbei aber um die achte iPad-Generation, im Jahr 2020 legte Apple noch in Sachen Prozessor einen drauf und spendierte dem iPad einen A12 statt des 2018 eingeführten A10.

Im Oktober hingegen hatte Apple zuletzt einen Zweijahres-Rhythmus in Sachen Keynote aufgelegt, wäre alles normal verlaufen, hätte es heuer auch wieder iPhones und Apple Matches im September gegeben, iPads und Macs dann im Oktober, so ähnlich wie 2018 auch.

In Sachen iPhone überraschte Apple wenig, auf das iPhone X folgte das XS, optionale auch noch als Max-Ausgabe. Dazu noch ein LCD-Modell, das iPhone XR, das erst vier Wochen nach den neuen XS in den Handel kommen konnte oder durfte.

Da war die zweite Herbst-Keynote 2018 schon gelaufen, erneut so etwas wie ein Auswärtsspiel für Apple, in der Brooklyn Academy of Music in New York sollte die Welt erfahren, was da noch in der Mache war: „There’s more in the making“ hießt es wie gewohnt ein wenig doppeldeutig in der Einladung, denn das Motto kann man auch lesen als: „Im Kreieren steckt mehr“. So sprach Apple Bewurfs Kreative an, nicht nur mit den künstlerisch gestalteten Apple-Logos, welche die Einladungen zierten. Und die 300 verschiedene Arbeiten verschickte Apple dabei, später packten das findige Entwickler in einen kostenlosen Bildschirmschoner, der seither so manchen Büro-Mac ziert in einer Art und Weise, dass man nach Arbeitspausen den Rechner eigentlich gar nicht mehr aufwecken will. Das Video mit den Apple-Logos kann man sich auf Jobs-Seite der Firma anschauen .

Aber auch die in New York gezeigten Produkte richteten sich an Kreative: Das iPad Pro etwa bekam ein an das iPhone X und höher erinnernde rahmenlos Design und Face-ID anstatt Touch-ID: Der Apple Pencil der zweiten Generation haftet nun magnetisch am Rahmen und bezieht dort auch per Induktion seine Ladung.

Das war aber weitgehend zu erwarten. Nur hoffen hingegen konnte man auf die Rückkehr eines Mac, der schon auf das Abstellgleis geschoben schien: Den Mac Mini hatte Apple zuletzt vier Jahre zuvor erneuert und das auch nur halbherzig. Nun bekam der Kleine sein Comeback und das mit Pauken und Trompeten, wie es sich für eine Musikhochschule ja auch gehört. Dank des T2-Sicherheitschips wurde er auch mit Intel-Core-CPUs der achten Generation geradezu zum Rechenmonster, wie wir in unserem Testcenter befanden . Großen Anteil daran hat auch der Verzicht auf eine Festplatte, seit 2018 gibt es den Mac Mini nur noch mit SSD: Was ihn aber nicht unbedingt günstiger macht: Der Einstieg mag noch bezahlbar sein, benötigt man aber 1 TB SSD oder noch mehr und legt auch auf viel Arbeitsspeicher wert (den auch austauschen kann), übersteigt der Preis schon bald den des iMac und bewegt sich langsam in Richtung Mac Pro. Im Jahre 2020 bekam der Mac mini dann als einer der ersten Rechner Apples die eigenen Chips auf ARM-Basis: Der Mac mini M1 wurde sogar in der Grundausstattung etwas günstiger, dafür kann man RAM nicht mehr selbst nachrüsten.

Totgesagte leben oft länger als man denkt, so kehrte auch das Macbook Air aus seiner Sackgasse um. Ursprünglich hatte Apple wohl geplant, das 12-Zoll-Macbook als Nachfolger des kleinsten MacBooks aufzubauen, das scheiterte aber ein wenig an dem Ehrgeiz, das Ding so flach wie möglich zu machen und den Lüfter wegzulassen. So würde es für eine eher schwache Leistung doch recht teuer. Das Macbook Air kam 2018 zurück, um zu bleiben, das Macbook verschwand wieder aus dem Portfolio. Und wie das ohne Lüfter geht, zeigt Apple jetzt mit dem M1 im neuen Macbook Air von 2020.

Die heutige Frage: Vier Jahre nach dem umstrittenen Auftritt von U2 beschloss Apple die Keynote wieder mit einem musikalischen Act, ohne aber seine Kunden mit dem neuen Album der Interpretin zwangszubeglücken. Wer sang da am Ende der Show in New York zwei Songs, dezent von Klavier begleitet?

  1. St. Vincent

  2. Taylor Swift

  3. Lana Del Rey

Heute gibt es zu gewinnen:

Versteckdose von TCS

Doch, richtig, es geht auf Weihnachten zu und nicht auf Ostern. Dennoch hat TCS in unseren Adventskalender zwei weitere Versteckdosen gesteckt: Die Lösung zur Heimsteuerung besteht aus Schaltern, der Hue-Lampen von Philips steuert, die nach oben geschoben eine herkömmliche EU-Steckdose frei geben, oder wie es der Hersteller ausdrückt:

"Sie kombiniert einen Funk-Schalter mit einer klassischen Steckdose. Innovativ daran ist, dass der Schalter die Steckdose verdeckt und nur zur Nutzung freigibt. Spannend ist, dass Sie mit der Versteckdose auch vorhandene Lichtschalter ersetzen können, indem die Kabel des zu ersetzenden Lichtschalters für die Steckdose verwendet werden. Durch einen leichten Fingerdruck auf den oberen Rand des Schalters wird die Steckdose sichtbar. Dann nämlich bewegt sich der Schalter selbsttätig nach oben und gibt so die Steckdose zur Nutzung frei."

Macwelt Marktplatz

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