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Apple-Heads, 13.12.: Bertrand Serlet - Der Franzose

13.12.2012 | 00:00 Uhr |

Seine Ansprachen sind legendär ulkig, seine Arbeit genießt dagegen hohen Respekt. Serlet war lange Zeit der treibende Kopf hinter OS X. Als Teil der NeXT-Belegschaft kommt er 1997 zu Apple.

Es hatte fast Kultcharakter, wenn Bertrand Serlet auf Apples Entwicklerkonferenz WWDC seine Ansprache zu OS X hielt, die so genannte "State of the Union". Der Grund: als gebürtiger Franzose spricht Serlet Englisch - mit einem extrem starken französischen Klische-Akzent . Für viele ist das kaum zu verstehen. Verwunderung und Belustigung in Plenum waren oft die Folge. Wenn es gar allzu technisch wird, konnten sich manche im Auditorium das Kichern nicht verkneifen .

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Doch es wäre mehr als unfair, Serlet nur auf seine Aussprache zu reduzieren. Vieles verbindet ihn mit Steve Jobs und Craig Federighi . Sie alle sind Teil der "NeXT-Connection" und kamen 1997 gemeinsam von NeXT zu Apple. Bei NeXT verantwortete Serlet unter anderem die Großprojekte NeXTstep und Openstep, die Systeme von Steve Jobs' NeXT.

Diese Version von Openstep, einem von Serlets NeXT-Projekten, befindet sich noch heute im Macwelt-Archiv.
Vergrößern Diese Version von Openstep, einem von Serlets NeXT-Projekten, befindet sich noch heute im Macwelt-Archiv.

Bei Apple steckt Steve Jobs ihn in das Team des damals neuen Projektes, das Apple in die Zukunft führen soll: Mac OS X. Zu dieser Zeit ist Avie Tevanian noch Chef der Mac-OS-Abteilung. 2003, Mac-OS X ist längst auf dem Markt, übernimmt Serlet offiziell als Verantwortlicher das Ruder der Systementwicklung. Er wird "Senior Vice President of Software Engineering." Dies macht Serlet zum obersten Chefentwickler bei Apple.

Zuvor war Serlet unter anderem im Xerox Parc, der Ideen-Brutstätte, wo Apple Anfang der Achtizigerjahre die Maus und grafische Nutzeroberfläche entdeckten. 1985 war Serlet in die USA ausgewandert. Wil Shipley, der Bertrand Serlet aus den Tagen bei NeXT kennt beschreibt ihn als "durch und durch ein wahrer Wissenschaftler". Serlet hält einen Doktortitel in Informatik der Universität Paris. Dies unterstreicht Serlet, als er 2011 bei Apple hinwirft. Er wolle sich weniger auf Produkte und mehr auf die Wissenschaft konzentrieren.

Inzwischen ist Serlet beim Virtualisierungshersteller Parallels im Vorstand untergekommen.

Die heutige Frage

Serlet war gerade 13 Jahre alt, als Xerox in seinem Palo Alto Research Center (PARC) den Alto entwickelte, der dem Macintosh später Pate stehen sollte. Apple hatte sich mehr als nur inspirieren lassen, welche Gegenleistung bezog Xerox?

  1. Schon vor dem Börsenstart durfte Xerox Anteile an Apple erwerben

  2. Lizenzgebühren: 30 US-Dollar pro verkauftem Macintosh

  3. Eine Einmalzahlung in Höhe von 1,7 Millionen US-Dollar

Wenn Sie die Antwort wissen, tragen Sie diese in unser Gewinnspielformular ein , das am 13.12. bis um 23.59 Uhr geöffnet ist.

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