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Apple-Heads, 16.12.: Eddy Cue - der Musikfreund

16.12.2012 | 00:00 Uhr |

Der Name des Amerikaners mit kubanischen Wurzeln ist selbst hartgesottenen Apple-Fans nicht so richtig geläufig. Bei den Produkt-Vorstellungen ist Eddy Cue selten dabei, dazu ist ihm fast immer eine Nebenrolle zugeteilt: Bei der iPad-3-Keynote im März 2012 hat er das neue Apple TV vorgestellt, neben dem iPhone 5 hat er iTunes 11 angekündigt, er war auch bei der Vorstellung der iPad-Zeitung „The Daily“ dabei.

Die neueste Umstrukturierung der Aufgaben und Verantwortung bei Apple rückt Eddy Cue einmal mehr ins Licht der Öffentlichkeit. Neben Jonathan Ive und Bob Mansfield gehört er dem Apple-Triumvirat an, das direkt an Tim Cook berichtet und drei große Aufgabenfelder unter sich aufteilt. Eddy Cue ist für Online-Dienste wie iTunes, iCloud, Siri und die Karten-Anwendungen verantwortlich.

Auflösung der Frage vom 15. Dezember

Der Film, den wir gestern meinten, hieß "In the Line of Fire" mit Clint Eastwood, Rene Russo und John Malkovich in den Hauptrollen.

Eddy Cue ist in Miami aufgewachsen. Nach seinem Abschluss an der Duke University 1989 fing er in der IT-Abteilung bei Apple als Support-Mitarbeiter an. Bereits 1998 war er für den Aufbau des Online-Stores verantwortlich. Doch Cues Karriere geht weiter: Unter seiner Leitung startete 2003 der iTunes Music Store, aktuell einfach iTunes Store genannt. Jetzt ist der bequeme und legale Download von Musik und Filmen selbstverständlich, doch der Store von Apple war vor rund einem Jahrzehnt fast eine Revolution auf dem Musikmarkt. Im Unterschied zu den vielen kostenlosen Filesharing-Diensten konnten die Nutzer die Lieder kaufen, zudem war der CD-Zwang aufgehoben – man konnte selbst entscheiden, ob man alle Lieder einer CD kaufen wollte oder lieber nur die zwei oder drei besten. Das Konzept ging auf: Nach einem Jahr waren über den iTunes Store mehr als 100 Millionen Songs verkauft; nach drei Jahren – eine Milliarde; in diesem Jahr hat iTunes 20 Milliarden gekaufte Songs verzeichnet.

Eddy Cue
Vergrößern Eddy Cue
© Apple

Der iTunes Store war nicht nur die richtige Idee zur richtigen Zeit. Damit die Nutzer ihre Lieblingslieder dort jederzeit hören können, hatte Eddy Cue zusammen mit Steve Jobs und später alleine harte Kämpfe gefochten und gewonnen. Bei den Vertragsverhandlungen mit den Musik-Labels spielte Cue oft den „good guy“, während Jobs den „bad guy“ abgab. Eddy Cue gilt in der Musikbranche als ein meist netter Kerl, der auf die Bedürfnisse der Vertragspartner einzugehen versucht. Nach seiner Idee wurden die Quartal-Meetings mit den größten Musik-Labels eingeführt, mit Verkaufszahlen, Trends und Besprechungen zu neuen Künstlern.

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Doch Eddy Cue kann auch genauso gut den Bösen spielen: 2006 war er zu einer Veranstaltung der Warner Music Group eingeladen und sollte eine Rede halten. Eine Stunde vor der Veranstaltung hatten ihm die Bosse von Warner einen Vorschlag unterbreitet, den er, wie sie dachten, nicht abschlagen konnte. Der Vertrag zwischen Apple und der Warner Music Group lief bald aus, das Label wollte andere Bedingungen für den Vertrieb: eine flexiblere Preispolitik und den Vertrieb über den iTunes Store auch auf anderen Musik-Playern als nur dem iPod. Ohne die Annahme dieser neuen Bedingungen wollten die Verantwortlichen bei Warner den Vertrag nicht verlängern. Eddy Cue hörte sich den Vorschlag an und antwortete: „Apple wird die Vertragsbedingungen nicht ändern. Wenn der Vertrag ausläuft, nehmen wir die betreffenden Lieder aus dem iTunes Store.“ Danach ist er auf die Bühne marschiert und hielt seine Rede wie geplant. Der Vorschlag von Warner erwies sich als Bluff und das Label unterzeichnete kurz darauf einen neuen Vertrag mit Apple für weitere drei Jahre – bei unveränderten Bedingungen.

Mit Steve Jobs gut auszukommen, war nicht selbstverständlich. Die ehemaligen Mitarbeiter berichten, Eddy Cue hat sich bei Apples vormaligem CEO Respekt verschafft, indem er andere ins Rampenlicht ließ und selber eher im Hintergrund an Problemlösungen arbeitete. Nach dem berühmten Wutausbruch wegen Mobile Me 2008 hat Steve Jobs Cue die Verantwortung für den Online-Dienst übertragen. Was daraus geworden ist, wissen wir: iCloud startete 2011, jetzt zählt der Dienst mehr als 150 Millionen Nutzer.

Die Frage: In welchem der Prozesse musste sich Eddy Cue im Namen von Apple verantworten:

  1. Patentstreit mit Samsung

  2. Kartellverfahren zu den Preisabsprachen im iBook Store

  3. Markenrechtsstreit mit Proview

Wenn Sie die Antwort wissen, tragen Sie diese in unser Gewinnspielformular ein , das am 16.12. bis um 23.59 Uhr geöffnet ist.

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