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Apple warnt iPhone-5-Nutzer vor dem 3. November

28.10.2019 | 09:55 Uhr | Halyna Kubiv

Wer noch ein iPhone 5 oder 4S nutzt, soll dringend die aktuellen Updates von iOS 9 und iOS 10 aufspielen.

Update vom 28. Oktober 2019:

Nach Berichten von 9to5mac erhalten die Nutzer des iPhone 5 eine Warnung, die sich direkt auf dem GerĂ€t einblendet. Darin warnt Apple vor der Umstellung am dritten November (Zu den HintergrĂŒnden lesen Sie unsere ursprĂŒngliche Nachricht weiter unten) und verleitet die Anwender zum Update auf iOS 10.3.4. Zudem hat Apple das Support-Dokument zu der Umstellung aktualisiert und eine nicht zu ĂŒbersehende Warnung fĂŒr die iPhone-5-Nutzer auch dort ausgesprochen. Denn die Folgen kann man nicht auf die leichte Schulter nehmen: Ab dem dritten November werden alle Apps und Dienste nicht richtig funktionieren, die sich auf genaue Zeitangaben verlassen mĂŒssen: Mails, iCloud etc. Zudem werden die Nutzer nach dem 3. November kein Update direkt von dem Apple-Server herunterladen können, sondern den Umweg ĂŒber ein Backup und die Wiederherstellung an einem Rechner machen mĂŒssen.

UrsprĂŒngliche Meldung vom 18. Oktober 2019:

Ein aktuelles Update auf iOS 9 und auf iOS 10 klingt im Oktober 2019 nach einem Anachronismus, doch tatsĂ€chlich hat Apple im Juli noch iOS 9.3.6 und iOS 10.3.4 veröffentlicht. Bei den beiden Veröffentlichungsnotizen heißt nur etwas allgemein: "iOS behebt ein Problem, das die Leistung der GPS-Ortung beeintrĂ€chtigen und dazu fĂŒhren könnte, dass Systemdatum und -uhrzeit falsch sind. Dieses Update wird allen Benutzern empfohlen." In seinem Support-Portal hat Apple vor zwei Wochen ein neues Dokument veröffentlicht, das die Folgen beschreibt und diese können gravierend sein: iPhones mit veraltetem iOS kann beispielsweise Probleme bei der Synchronisierung ĂŒber iCloud oder dem Abrufen von E-Mails haben, kurz um, alles Aufgaben, die auf genaue Uhrzeit und das genaue Datum setzen. Noch schlimmer, die GerĂ€te mit iOS 9.3.5 und iOS 10.3.3 werden nach dem 3. November 2019 kein verfĂŒgbares Update auf den Apple Servern abrufen können, es wĂŒrde nur noch die Update-Möglichkeit ĂŒber iTunes oder Finder (ab macOS Catalina) geben. Deswegen betont Apple im Dokument ausdrĂŒcklich, auf die neuesten Versionen noch vor dem 3. November umzusteigen, um diese Probleme zu vermeiden.

Ein Hintergrund fĂŒr diese Probleme ist ein bisschen mit dem berĂŒhmten 1999-Problem verwandt. Apple greift mit seinen GPS-fĂ€higen GerĂ€ten auf die KapazitĂ€ten des Global Positioning System zurĂŒck. Dieses versorgt die EndgerĂ€te nicht nur mit den Standortdaten, sondern auch mit genauen Wochen- und Sekundendaten, die die einzelnen GerĂ€te in ein menschenlesbares Format wie Tag, Monat, Jahr verwandeln. Bei den Wochenangaben hat GPS bis zuletzt auf das 10-Bit-Berechnung gesetzt. Die maximale Wochenzahl in diesem System ist 1024. Die erste ZĂ€hlung von GPS-Wochen startete am 6. Januar 1980 und endete am 21. August 1999. Danach hat GPS eine neue Runde von seiner WochenzĂ€hlung angefangen, diese zweite Runde endete am 6. April 2019. Damit ein GerĂ€t eine Wochenzahl von GPS richtig erkennt und das aktuelle Datum und nicht eins von vor 20 Jahren anzeigt, haben unterschiedliche Hersteller auf Tricks zurĂŒckgreifen mĂŒssen. So dient beispielsweise noch die Firmware-Version eines GerĂ€ts als eine zusĂ€tzliche Orientierung im Zeit und Raum. Offenbar hat Apple mit den aktuellen Updates eine aktualisierte Firmware-Version auf die alten GerĂ€te aufgespielt, damit sie nach dem 3. November 2019 noch die richtige Uhrzeit anzeigen können. Am 3. November 0 Uhr UTC (1 Uhr MEZ) wird die WochenzĂ€hlung bei GPS zurĂŒckgesetzt, deswegen ist es wichtig, noch vor diesem Zeitpunkt die aktualisierte Version auf die betroffenen GerĂ€te aufzuspielen.

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