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AirPods und ein iPhone 7 ohne Kopfhörer-Anschluss

16.12.2016 | 10:00 Uhr |

Die AirPods sind nun endlich bestellbar, aber nur schwer zu liefern. Apple nennt indes Preise für Ersatzteile.

Update vom 16.12.:

Die Lieferzeit für die AirPods beträgt mehrere Wochen, wer nicht gleich am Dienstag bestellt hat , wird sie in diesem Jahr nicht mehr bekommen. Ein Testexemplar haben wir auch noch nicht bekommen, stellen aber fest, das die Tests der anderen recht optimistisch bezüglich der Hauptsorge potentieller Nutzer klingen. Denn so schnell fallen die Stöpsel offenbar nicht aus den Ohren, nicht einmal beim Sport – das hatte Apple ja versprochen. Da aber nicht einmal ein Halteband die beiden Ohrhörer miteinander verknüpft, bleibt zumindest eine Restwahrscheinlichkeit, dass einem mal einer der Lauscher aus den Ohren fällt. Wie Apple nun in einem Support-Dokument darlegt , lässt sich in solch einem Fall auch ein einzelner linker oder rechter AirPod nachkaufen, dieser Ersatz kostet 69 US-Dollar. Auch die Schachtel, in denen sich die AirPods aufladen, ist für 69 US-Dollar ersatzweise nachzukaufen. Den Batterieaustausch sowohl für AirPods als auch deren Box veranschlagt Apple mit 49 US-Dollar – so bald dürfte das aber noch nicht relevant sein. Die Preise gelten jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer und Lieferung.  Im äquivalenten Support-Dokument für Deutschland führt Apple derzeit noch keine Preise für den AirPod-Ersatz auf.

Update vom 13.12:

So schnell kann es gehen: Erst gestern haben wir drüber berichtet, dass das Wall Street Journal über mögliche Software-Probleme wissen wollte, die AirPods sollen somit nicht vor 2017 erscheinen. Der Blick auf die entsprechende Seite im Apple Online Shop belehrt uns nun eines Besseren: Kauft man die drahtlosen Kopfhörer heute, sind sie am 20. Dezember verfügbar. Diese sind wohl bis jetzt nicht in den normalen Einzelhandel-Geschäften von Apple zu haben, zumindest nicht in Deutschland, denn an den Lieferoptionen lässt sich nur Standardversand auswählen, keine Abholung vor Ort. 

Update vom 12.12:

Verspätung: Wo bleiben die AirPods? Ursprünglich für Ende Oktober angekündigt, hieß es sie kämen " später in diesem Jahr ", Tim Cook beschwichtige kürzlich, in " einigen Wochen " wäre es soweit. Das Jahr neigt sich nun dem Ende entgegen, nur noch gut drei Wochen verbleiben und von den AirPods ist nicht zu sehen und zu hören – Apple wird das Weihnachtsgeschäft für seine drahtlosen Ohrhörer verpassen. Laut Wall Streat Journal verzögere ein Softwareproblem die Auslieferung, genauer eines mit der Synchronisation der beiden Ohrstöpsel. Diese empfangen Audiosignal per Bluetooth unabhängig, müssen sich aber abgleichen, sofern sie beide im Einsatz sind. Apple nennt keine Gründe für die weiterhin verzögerte Auslieferung und wird das auch nicht tun. Die Produktion von zunächst 10 bis 15 Millionen Paar soll gleichwohl noch im Dezember beginnen.

Ursprüngliche Nachricht

Apple war noch nie ein Freund von all zu vielen Schnittstellen. Jetzt haben sich die Gerüchte bestätigt: Das iPhone 7 kommt doch tatsächlich ohne den 3,5mm-Klinkenstecker, an den man ein kabelbgebundenen Kopfhörer anschließt. Apple möchte damit nicht nur alte Technik-Zöpfe abschneiden. Der fehlende Miniklinken-Stecker schafft Platz im iPhone. Das erlaubt es, den gewonnenen Raum mit anderer, moderneren Technik zu füllen. Da wäre beispielsweise die neuen eingebauten Lautsprecher zu nennen. Denn das iPhone 7 bietet nun als erstes iPhone zwei eingebaute Lautsprecher, die zudem doppelt so laut tönen sollen als sein Vorgänger. Zudem will Apple die Wiedergabequalität verbessert haben. Möchte man übrigens seine alten Kopfhörer weiterverwenden, dann geht dies zum Glück dennoch. Denn zusätzlich kommt das iPhone 7 mit einem Lightning-zu-Miniklinken-Adapter.

AirPod und drei neue drahtlose Kopfhörer von Beats

Passend zum neuen iPhone 7 hat Apple brandneue drahtlose Inear-Kopfhörer vorgestellt: Den AirPod. Er kommt im klassischen Weiß und ist ähnlich wie ein EarPod geformt. Das sogenannte „Hearable“ von Apple kostet 159 US-Dollar oder 179 Euro und eignet sich außer zum Musik hören ebenfalls zum Telefonieren. Zudem kann man per Siri-Befehle sein iPhone steuern, ohne es aus der Tasche nehmen zu müssen. So lässt sich per Siri ein Telefonat oder die gewünschte Musik starten sowie die Lautstärke regeln. Zudem kann man sich per Siri-Befehl zu einem gewünschten Ziel leiten lassen. Um Siri zu aktivieren, bietet der Ohrhörer Touch-Sensoren, die man doppelt antippt.

AirPod: Zwei Mikrofone sorgen für eine Unterdrückung der Nebengeräusche beim telefonieren. Per Touch-Sensor kann man zudem Siri aktivieren.
Vergrößern AirPod: Zwei Mikrofone sorgen für eine Unterdrückung der Nebengeräusche beim telefonieren. Per Touch-Sensor kann man zudem Siri aktivieren.
© Apple

Das AirPod erkennt, wenn man spricht und filtert Umgebungsgeräusche raus. Und die Musikwiedergabe startet automatisch, wenn man den AirPod in das Ohr setzt. Und trägt man nur einen AirPod, stellt sich der Ohrhörer ebenfalls automatisch darauf ein. All das macht das Herzstück möglich: Der W1-Chip ist der erste Prozessor für drahtlose Kommunikation von Apple. Dieser Chip findet übrigens auch in drei weiteren Kopfhörern von Beats Verwendung, die Apple ebenfalls vorgestellt hat.

AirPod-Aufbewahrungsbox hat es in sich

Die Aufbewahrungsbox der AirPods dient gleichzeitig als kabellose Ladestation und zum Pairing mit einem iPhone, iPad oder auch einem Mac. Denn für das Verbinden mit einem anderen Gerät reicht es aus, die Klappe der Aufbewahrungsbox zu öffnen. Hat man die Geräte vorher noch nicht miteinander verbunden, erscheint auf dem iPhone die Aufforderung, die zu tun. Dann reicht ein Tipp zum Bestätigen aus.

Die Aufbewahrungsbox des AirPod ist klein und lässt sich so gut transportieren.
Vergrößern Die Aufbewahrungsbox des AirPod ist klein und lässt sich so gut transportieren.
© Apple

Sind die AirPods in ihrer Box, dann werden diese geladen. Denn die Box beinhaltet einen Akku, mit dem man das AirPod öfter laden kann und so für insgesamt 24 Stunden Musikwiedergabe halten. 15 Minuten laden entspricht dabei einer Akkuleistung, die für drei Stunden reicht. Der Akku erscheint allerdings etwa schwach: Gerade mal fünf Stunden soll er halten, hört man Musik.

Die Box mit den beiden AirPod Ohrhörern
Vergrößern Die Box mit den beiden AirPod Ohrhörern
© Apple

Weitere drahtlose Ohrhörer

So ganz Neu ist dieses Konzept nicht: Auch Motorola hat mit Hint ein ähnliches Produkt am Start. Mit The Dash hat auch Bragi ein weiteres komplett kabelloses Inear-Hörer im Angebot, der sich dank eingebauter Mikrofone auch zum telefonieren eignet. Der Bragi Dash kostet satte 299 Euro .

Preise und Verfügbarkeit

Die neuen Kopfhörer von Apple kosten 179 Euro im deutschen Online-Shop und sollen nach Angabe von Apple erst Ende Oktober erscheinen. Vorbestellen kann man sie ebenfalls noch nicht.

EarPod jetzt mit Lightning-Anschluss

Der mitgelieferte Kopfhörer des iPhone 7 bleibt indes weiterhin kabelbgebunden. Denn statt einem analogen Miniklinken-Stecker verbindet man den mitgelieferten EarPod-Kopfhörer per Lightning mit dem iPhone 7 beziehungsweise iPhone 7 Plus.

Wie bisher schon lädt man das iPhone über ein USB-zu-Lighning-Kabel. Und hier ergibt sich schon eine Einschränkung: Denn möchte man das iPhone laden, kann man nicht per kabelgebundenen Kopfhörer Musik hören. Ganz ähnlich ist dies auch beim Macbook 12 Zoll: Hier dient ein USB-C-Anschluss sowohl zum Laden als auch zum Anschließen von Peripherie-Geräten wie etwa einem externen Speicher. Doch während es für das Macbook entsprechende Docks gibt, über das man sowohl das Macbook laden und gleichzeitig Peripherie anschließen kann, ist dies mit dem Lightning-Anschluss derzeit noch nicht möglich. Aber es bleibt abzuwarten, bis Anbieter entsprechende Docks auch für das iPhone auf den Markt bringen.

Außer kabelgebundenen Kopfhörern kann man selbstverständlich auch ein Bluetooth-Audiogerät mit dem iPhone verwenden. Hier finden Sie eine Übersicht empfehlenswerter Kopfhörer und Lautsprecher .

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