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Aktienkurs: Pensionsfond verklagt Apple auf Schadensersatz

18.04.2019 | 09:18 Uhr | Peter Müller

Apple habe falsche Angaben über das iPhone-Geschäft gemacht und Investoren damit geschädigt, behauptet eine Klage.

Die Apple-Aktie hat sich zwar seit ihrer Baisse in Herbst und Winter wieder einigermaßen erholt – gestern stieg AAPL um 3,88 US-Dollar oder 1,95 Prozent auf 203,13 US-Dollar, doch beklagen Anleger und Investoren die Verluste, die sie erlitten. Der Pensionsfond der Stadt Roseville hat laut "San Jose Mercury News" nun eine Sammelklage eingereicht, die Apple falscher Angaben zu seinen Geschäftsaussichten bezichtigt. Apple habe bereits letzten November gewusst, dass der Handelskonflikt zwischen den USA und China dem Abverkauf des iPhone schade. Ebenso sei Cupertino bewusst gewesen,dass viele Besitzer älterer Geräte wie des iPhone 6 darin lieber einen neuen Akku einbauen ließen, als sich ein neues Gerät anzuschaffen. Den Investoren habe man aber von den Problemen nicht berichtet, stattdessen habe man bei der Bilanzpressekonferenz Anfang November davon gesprochen, in das Weihnachtsgeschäft mit dem besten Angebot seit jeher zu gehen. Probleme in China habe man sogar auf Nachfrage abgestritten und lediglich Währungsprobleme in Brasilien oder der Türkei eingeräumt. Die Klage wirft Apple auch vor, die damals angekündigte Maßnahme, keine Verkaufszahlen mehr zu nennen, würde der Verschleierung von Problemen dienen. Erst Anfang Januar habe sich Apple zu den wahren Verhältnissen erklärt. Entschädigt werden sollen daher Investoren, die Apple-Aktien im Zeitraum zwischen Anfang November 2018 und Anfang Januar 2019 gekauft hätten.

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