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Aldi-Angebot im Mobilfunk setzt Billiganbieter unter Druck

07.12.2005 | 11:40 Uhr |

Die Aldi-Gruppe hat mit ihrem geplanten Einstieg ins MobilfunkgeschĂ€ft eine neue Preisrunde unter Billiganbietern eingelĂ€utet. Als erstes Unternehmen kĂŒndigte der Anbieter simplytel am Dienstag einen neuen Tarif an, der die Aldi- Offerte mit 14 Cent je Minute in alle Netze unterbietet. Das teilte teilte der Mutterkonzern Drillisch mit. Das neue Angebot ist begrenzt bis zum 28. Februar 2006.

Die Anbieter klarmobil (Talkline) und easyMobile (Mobilcom) zogen am Dienstag nach. Auch sie werden ihren Kunden bis Ende Februar 2006 mobiles Telefonieren fĂŒr 14 Cent je Minute in alle Netze ermöglichen. «Wir sind ĂŒberzeugt, dass wir mit unseren Angeboten gut positioniert sind und das bessere Netz haben», sagte ein Pressesprecher von Talkline.

Aldi sei ĂŒberholt, noch ehe das Unternehmen mit seinen neuen Tarifen auf dem Markt sei, teilte der Verbraucherberater Xonio mit. Der Minutenpreis liegt mit 15 Cent zwar gut im Rennen, sei aber von den Konkurrenten bereits unterboten worden. Außerdem verdiene der Aldi-Preis von 15 Cent pro versandter SMS kaum noch das Attribut gĂŒnstig. «Im Gegensatz zu Aldi haben wir uns das Credo 'QualitĂ€t ganz oben - Preis ganz unten' tatsĂ€chlich zu Herzen genommen», sagte Christian Winther, GeschĂ€ftsfĂŒhrer von easyMobile. Das gesamte Paket werde im deutschen Mobilfunkmarkt voll einschlagen, zeigte er sich ĂŒberzeugt.

Am Wochenende hatte der Lebensmitteldiscounter Aldi fĂŒr diesen Donnerstag den Einstieg ins MobilfunkgeschĂ€ft angekĂŒndigt. Die GesprĂ€che kosten 15 Cent pro Minute, Aldi-Kunden können untereinander bereits fĂŒr 5 Cent telefonieren. Auch Lidl erwĂ€gt den Verkauf von Mobilfunkkarten. ZurĂŒckhaltender auf die neuen Preisbrecher reagierten die E-Plus- Tochter simyo und die MĂŒnchner blau.de. VorlĂ€ufig gebe es keinen Bedarf fĂŒr eine Anpassung, sagte eine simyo-Sprecherin in DĂŒsseldorf. Gleichwohl kĂŒndigte das Unternehmen einen Bonus von jeweils 10 Euro fĂŒr Werber und Neukunde bis Jahresende an. Der GeschĂ€ftsfĂŒhrer von blau.de, Martin Ostermeier, sieht derzeit ebenfalls keinen Handlungszwang, obwohl es noch Spielraum nach unten gebe. «Wir mĂŒssen nicht reagieren, wir sind gut positioniert», sagte er der dpa. Der Mobilfunkmanager sieht fĂŒr das Billigsegment ein «gigantisches» Marktpotenzial. Möglich seien Anteile von 20 bis 25 Prozent. (dpa)

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