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AliveCor und Apple: Forschung an der EKG-Funktion

08.07.2019 | 17:03 Uhr | Peter Müller, Halyna Kubiv

Die Apple Watch hat die Vermessung der Herzdaten salonfähig gemacht. Doch es steckt noch deutlich mehr dahinter.

An die EKG-Funktion der Apple Watch hat man sich mittlerweile gewöhnt und vertraut darauf, dass die Algorithmen der Uhr Vorhofflimmern rechtzeitig erkennen, aber die Meldung darüber besser nie ausgeben müssen. Maschinelles Lernen macht es möglich, aus den Messwerten Schlüsse zur Herzgesundheit zu ziehen, die Methodik revolutioniert bereits jetzt das Gesundheitssystem. In seinem neuen Buch "Deep Medicine" schreibt der Wissenschaftsautor Eric Topol über diese Revolution, ihre Grundlagen und Folgen sowie die handelnden Personen. Engadget präsentiert einen kurzen Auszug aus dem Buch , in dem es über das Unternehmen AliveCor und die Mayo-Klinik und deren Bemühungen um EKG auf der Smartwatch geht – und auch die Rolle, die Apple darin spielt.

Anscheinend haben AliveCor und Apple gleichzeitig an der EKG-Funktion über eine Smartwatch oder Ähnliches geforscht, AliveCor hat sich noch weitere Ziele gesteckt. Basierend auf einer Forschung der Ärzte der Mayo Clinic (auch ein Forschungspartner von Apple) wollten die Ingenieure einen Algorithmus finden, der noninvasive Bluttests erlaubt, zumindest Teilaspekte davon. Als Grundlage davon diente eine Studie von Paul Friedman " Beweis für den noninvasiven Bluttest ", darin zeigen die Forscher, dass eine starke Korrelation zwischen dem EKG-Verlauf und Kaliumgehalt im Blut besteht.

Anscheinend kann jetzt AliveCor ziemlich genau diese Werte nur anhand eines EKGs feststellen. Dafür waren jedoch mehrere (nicht so richtig erfolgreiche) Anläufe notwendig. Erst als die Mayo Clinic eine Datenbank von 2,8 Mio. Datensätzen von 12-Kanal-EKGs zusammen mit knapp 4,3 Mio. Kaliummessungen zur Verfügung gestellt hat, konnten die Ingenieure bei AliveCor einen zuverlässigen Algorithmus entwickeln.

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