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Allianz will eigene Kategorie für Unfälle mit E-Scootern

08.07.2019 | 15:07 Uhr | Denise Bergert

Europas größter Versicherer fordert, Unfallstatistiken mit E-Scootern in einer eigenen Kategorie zu erfassen.

Mit der Einführung von Elektro-Tretrollern – den sogenannten E-Scootern – Mitte Juni in Deutschland, rechnet die Versicherungsgesellschaft Allianz laut Spiegel Online auch mit steigenden Unfallzahlen. Laut dem Versicherer seien die Deutschen noch völlig ungeübt im Umgang mit E-Scootern. Aus diesem Grund könnten auch die Unfallzahlen sowohl bei Alleinunfällen als auch bei Kollisionen ansteigen – dieser Trend sei bereits bei der Einführung von Pedelecs zu beobachten gewesen.

Die Allianz fordert, dass die Polizei Unfälle mit E-Scootern in einer eigenen Kategorie erfasst. Auf diese Weise könnten Sicherheitsexperten typische Unfallmuster und Fehlentwicklungen frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen empfehlen. Um das eigene Risiko besser abschätzen zu können, benötigt der Versicherer vor allem Daten zu Unfallursache und Unfallhergang.

Obwohl es noch keine offiziellen Unfallstatistiken gibt, wurde in den vergangenen Wochen von mehreren schweren Unfällen mit E-Scootern berichtet. So kollidierte in Düsseldorf ein Fahrer mit einem Fahrrad und wurde schwer verletzt. In Berlin stürzte eine Frau von ihrem E-Scooter und wurde von einem Kleintransporter überrollt. Laut US-Statistiken kommt es bei Unfällen mit E-Scootern häufig zu schweren Verletzungen am Kopf.

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