1019244

Alternativer Anschluss

23.05.2009 | 00:00 Uhr

Alternativer Anschluss

Mehrzeilige Displays wie beim Pioneer DEH-P8100BT erhöhen den Bedienkomfort deutlich, aber auch den Preis. Wer mit einer Zeile auskommt, kann beim P6100BT 100 Euro sparen.
Vergrößern Mehrzeilige Displays wie beim Pioneer DEH-P8100BT erhöhen den Bedienkomfort deutlich, aber auch den Preis. Wer mit einer Zeile auskommt, kann beim P6100BT 100 Euro sparen.

Bliebe nun noch die Frage nach den Alternativen für diejenigen, die ihr Radio nicht wechseln wollen oder können. Kensingtons Liquid Aux Deluxe ist ein Ladegerät mit iPod-Halterung sowie einer kleinen Fernbedienung der wichtigsten Funktionen fürs Lenkrad, wodurch die Bedienung ein wenig sicherer wird. Das Audiosignal wird am Dock-Connector in etwas höherer Qualität abgegriffen und mit dem Aux-Eingang des Autoradios verbunden.

Das Drive + Play 2 von Harman Kardon bietet darüber hinaus ein eigenes Farbdisplay für leichte Bedienung während der Fahrt und kann per Aux oder über einen FM-Transmitter verkabelt werden. Display und das per Funk angekoppelte Bedienteil locken aber auch Diebe an, überdies ist die Lösung weit teurer als manches Autoradio.

Geht es nur um die praktische Bedienung, bieten sich auch manche Saugnapf-Navis der Oberklasse an, die per Adapterkabel die Steuerung des iPod übernehmen können. Das heißt aber auch, dass man für die Fahrt zur Arbeit stets das Navigationssystem an die Scheibe pappen und einiges an Kabeln frei fliegend im Innenraum verlegen muss, was die Sache nicht gerade praktischer macht.

Telefonieren

Wer nur ein Radio mit Aux-Eingang hat und nicht wechseln möchte, bekommt zu Kensingtons Liquid Aux Deluxe wenigstens eine kleine Fernbedienung fürs Lenkrad dazu.
Vergrößern Wer nur ein Radio mit Aux-Eingang hat und nicht wechseln möchte, bekommt zu Kensingtons Liquid Aux Deluxe wenigstens eine kleine Fernbedienung fürs Lenkrad dazu.

Selbst wer kein iPhone hat, hat meist ein Handy in der Tasche, und schon ein einziges Strafmandat für Telefonieren am Steuer ist oft teurer als der Aufpreis für ein Radio mit integrierter Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Für die Sprachausgabe nutzen die Radios natürlich die normalen Lautsprecher, ein Mikrofon ist entweder in der Frontblende des Radios integriert oder wird extra verlegt und beispielsweise an der Sonnenblende, weg vom Lärm, montiert. Der praktische Vorteil ist aber meist eher klein, denn auch die im Radio integrierten Mikrofone garantieren eine gute Sprachverständlichkeit, solange es im Innenraum nicht zu laut ist.

iPhone und Radio tauschen, nachdem sie sich einmalig im Pairing-Prozess kennengelernt haben, bei jedem Wiedertreffen das komplette Telefonbuch aus, sodass das Radio bei einem Anruf meist auch gleich den Namen des Anrufers zeigen kann und mehr oder weniger komfortabel das Blättern im Telefonbuch erlaubt. Abgesehen davon, dass Radios mit einzeiligem Display kaum eine Chance bieten, mehrere Nummern des gleichen Kontakts zu unterscheiden, kommen die meisten Geräte mit den diversen Nummernkategorien des iPhone ohnehin nicht zurecht. In der Praxis wird man also zum Wählen an der Ampel das iPhone in die Hand nehmen müssen. Praktisch ist dagegen, dass das Radio auch Empfangsstärke und Ladezustand des iPhone anzeigt. Da für die Telefonfunktion, unabhängig davon, ob das Radio auch zur iPod-Steuerung taugt, ausschließlich Bluetooth genutzt wird, kann das iPhone auf kurzen Wegen in der Tasche bleiben, während das Radio im Stand-by läuft, damit die Freisprecheinrichtung nutzbar ist.

Wie bei den iPod-Anschlüssen werden auch Bluetooth-Freisprecheinrichtungen von vielen Radioherstellern als externe Adapter angeboten, nicht selten zu stolzen Preisen von knapp 100 bis 150 Euro, für die man beinahe schon komplette Radios mit allen gewünschten Features bekommt, ohne noch zusätzlichen Einbaustress.

Der Trend geht eindeutig zur integrierten Lösung. Diese hängt auch fast alle Alternativen ab: Nur für Cabriofahrer sind Bluetooth-Headsets wegen des Lärms im Auto alternativlos, andere ärgern sich schnell über ständig leere Akkus, wenig Komfort und müssen ans Einschalten denken. Die günstigen Freisprecheinrichtungen mit Anschluss für den Zigarettenanzünder klingen oft gruselig und bieten ebenfalls kaum Komfort, zudem schalten sie das Radio nicht stumm, wenn ein Anruf kommt. Das schaffen auch fest eingebaute Lösungen nur mit gehörigem Aufwand, der einen stolzen Preis hat und nur selten an den Bedienkomfort der Bluetooth-Radios heranreicht.

Macwelt Marktplatz

1019244