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Alternativer iPhone-Fertiger startet Produktion in Indien

04.02.2020 | 14:10 Uhr | Michael Söldner

Der Apple-Zulieferer Wistron fertigt wichtige iPhone-Komponenten direkt im Wachstumsmarkt Indien.

Das in Taiwan ansässige Unternehmen Wistron Corp will  Leiterplatten für das iPhone in einer neuen Fabrik in Südindien  produzieren. Nach der Fertigung des Einsteigermodells iPhone SE ist Wistron von Apple aktuell mit dem iPhone 6S und iPhone 7 betraut worden. Die neue Fabrik in der Nähe von Bengaluru soll im April eröffnet werden und primär das iPhone 7 und iPhone 8 fertigen, welche dann in andere Länder exportiert werden. Das Werk soll jährlich bis zu 8 Millionen Smartphones herstellen können. 

Konkret setzt Wistron das Mainboard für das iPhone zusammen. Darauf werden unterschiedliche Komponenten wie Prozessor, RAM, WLAN, Mobilfunk und Schnittstellen platziert. Allein diese Bauteile sind für die Hälfte der Materialkosten eines iPhones verantwortlich. Die Vergrößerung der Produktion deutet auf Apples steigendes Engagement im zweitgrößten Smartphone-Markt Indien hin. Wistrons direkter Konkurrent Foxconn begann erst im letzten Jahr mit der Fertigung des iPhone XR in Indien und stellt ebenfalls Leiterplatten für die Smartphones zusammen. Die Produktion vor Ort hilft Apple dabei, Steuern und Abgaben zu vermeiden. Eine offizielle Bestätigung der erhöhten Produktion in Indien hat Apple bislang noch nicht gegeben. Der Großteil der iPhones wird jedoch auch weiterhin in China produziert.

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