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Amazon, Apple unter Druck der Waffengegner in den USA

01.03.2018 | 10:22 Uhr | Peter Müller

Nach der Schießerei in Florida, bei der 17 Menschen ums Leben gekommen sind, wächst der Druck von Waffengegnern auf Unternehmen. Apple und Amazon müssen sich wegen eines TV-Kanals der Kritik stellen.

Nach dem letzten Schulmassaker in Florida scheint die Stimmung in den USA gegen die Waffenlobby NRA zu drehen, wie Bloomberg berichtet. Zahlreiche Firmen haben bereits Kooperationen aufgekündigt und etwa NRA-Mitarbeitern die Rabatte gestrichen. Der öffentliche Druck richtet sich nun aber gegen auch gegen IT-Schwergewichte, in Sachen Waffenkontrolle Position gegen die NRA zu beziehen. Unter dem Hashtag #NRAmazon baut sich auf Twitter eine Empörungswelle gegen Amazon auf. Nicht aber, weil der Versandhändler auch Waffen oder Munition frei Haus liefern würde, das ist nicht der Fall. Doch verbreitet Amazon in seinem Streaming-Angebot den Propagandasender der Schießwütigen NRA TV, was nach Wunsch der Aktivisten ein Ende finden sollte. Aus den gleichen Gründen in die Kritik geraten auch Apple und Roku, die dem Waffenkanal ebenso eine Bühne geben. Die Propaganda der Waffennarren folgt der Argumentation, dass nur mit mehr Waffen Massaker wie jenes in Florida hätte vermieden werden können, die dort anwesenden bewaffneten Hilfssheriffs seien "feige" gewesen, als sie nicht einschritten.

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