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Analyst: Apple macht mehr Geld mit Geld

06.10.2020 | 11:24 Uhr | Peter Müller

Apple Pay, Apple Pay Cash und Apple Card sind ein lukratives Geschäft mit starken Wachstumsraten.

Der Cowen-Analyst Krish Sankar hält das Fintech-Unternehmen Apple für ein wenig unterschätzt, dabei werde Cupertino in diesem Jahr erstmals mehr als eine Milliarde US-Dollar Umsatz mit seinen Produkten generieren. Star im Portfolio ist hier natürlich Apple Pay, das sich immer größerer Akzeptanz erfreut und  bis zum Jahr 2023 um 18 Prozent jährlich wachsen werde, 800 Milliarden US-Dollar bringe Apple Pay in diesem Jahr ein. Aber auch die bisher nur in den USA verfügbare Apple Card und Apple Pay Cash, mit dem sich Nutzer direkt über Nachrichten kleine Geldbeträge überweisen können, legen deutlich zu.

In zwei Jahren werde Apple das Volumen seines Finanzgeschäfts verdoppelt haben. Bei Apple Pay komme Apple zugute, dass speziell in Europa immer mehr Händler die Bezahlung per iPhone oder Apple Watch akzeptieren, in Asien setze sich Apple Pay Express Transit allmählich als Bezahlmethode für den ÖPNV durch. Langfristig mehr Potential habe jedoch die Apple Card, Sankar rechnet mit einem Marktanteil von zwei bis drei Prozent weltweit bei digitalen Transaktionen, den Apple erreichen könnte. Bei einer typischen Gebühr von 1 Prozent, das an Apple gehe, birgt das ein enormes Wachstumspotential bis hin zu einem Umsatz von 1,2 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023. Apple Pay Cash indes dürfte auf einem niedrigen Niveau bleiben und um die 100 Millionen US-Dollar im Jahr einbringen.

Die Einnahmen aus seinen Finanzdienstleistungen weist Apple nicht separat aus, sie sind in der Services-Sparte subsummiert, die seit Jahren stetig und ohne jahreszeitliche Schwankungen wächst. Seine nächste Bilanz, die für Q4 und das gesamte Geschäftsjahr 2019/20 legt Apple am 29. Oktober vor.

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