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Analyst: Drei Szenarien für Apples Business

31.03.2020 | 09:07 Uhr | Peter Müller

Der Wedbush-Analyst Dan Ives sieht im optimistischsten Fall die Krise schon im Sommer überstanden – im schlimmsten Fall müsste das iPhone 12 bis 2021 warten.

Jeder wüsste es gerne, wie das Jahr weiter geht. Das Business von Analysten ist die möglichst korrekte Vorhersage des Geschäftsverlaufs für bestimmte Firmen, um damit Empfehlungen für Investoren abzuleiten: Lohnt sich die Aktie? Oder sollte man sie abstoßen. Für Apples Restjahr schlägt nun Dan Ives von Wedbush im Wesentlichen drei Szenarien vor.

Im Idealfall erhole sich Apples Lieferkette so schnell, dass sie im April wieder auf volle Leistungsfähigkeit komme. Aber auch dann werde das ursprünglich für heute geplante iPhone 9 (SE2) erst im Mai erscheinen, Apple könne aber den Termin für seine ersten 5G-iPhones im September halten. In seiner Wunschvorstellung sei die Nachfrage nach Konsumgütern in den USA und Europa im Laufe des Sommers wieder in den Normalzustand zurückgekehrt, China erhole sich bis September.

In einem etwas realistischeren Basisszenario sieht Ives im Mai die Leistungsfähigkeit der Lieferkette wieder hergestellt und die Nachfrage in den USA und Europa im Herbst wieder auf dem Niveau von vor der Pandemie. Apple müsste das iPhone 12 dann allenfalls ein paar Wochen verschieben, näher an Weihnachten heran.

Im schlimmsten Fall werde aber vor Juni nichts mehr normal sein, Apple könnte das neue iPhone erst im kommenden Frühjahr bringen und würde das Weihnachtsgeschäft verpassen, das iPhone 9 käme erst in diesem Juli auf den Markt. Aber auch in diesem "Doomsday"-Fall sei Apple eine gute Anlage, im Fiskaljahr 2021 etwa werde Apples Service-Sparte allein 60 Milliarden US-Dollar einnehmen. Das 12-Monats-Ziel für die Apple-Aktie setzt er daher auf optimistische 324,34 US-Dollar, am Montag ging die Apple-Aktie an der Nasdaq nach einem Plus von 7,07 US-Dollar mit einem Kurs von 254,81 US-Dollar aus dem Handel.

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