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Analyst rechnet mit Billig-iMac zur WWDC

14.04.2014 | 08:30 Uhr |

Apple soll damit einen Umsatzanstieg des iMac-Marktes um 23 Prozent erreichen.

Das letzte iMac-Update kam in der letzten Septemberwoche 2013, als Apple dieser Modell-Reihe den Haswell-Prozessor, bessere Grafik, UnterstĂŒtzung des schnelleren Wi-Fi und PCIe-Flash-Speicher verpasste. Die Frage ist also nicht ob, sondern nur wann kommt in 2014 das nĂ€chste iMac-Update?

Ming-Chi Kuo, Analyst bei KGI, hat dafĂŒr eine prĂ€zise Vorhersage. Er erwartet, dass Apple am 2. Juni auf der WWDC 2014 neue iMac inklusive einem extra-gĂŒnstigen Einsteigermodell vorstellen wird, die ab September dann im Handel verfĂŒgbar sein sollen. Das September-Datum ist wahrscheinlich - dann sind die derzeit aktuellen iMacs genau ein Jahr alt, aber die Prognose mit dem neuen Einsteiger-iMac ist neu. Kuo erwartet, dass dieses Modell ein Apple-ZugestĂ€ndnis an den wachsenden Markt in China ist und dort Apples Position und Marktanteil stĂ€rken wird. Um genau zu sein: Apple soll 4,8 Millionen dieser neuen Einsteiger-iMacs verkaufen und damit bei den iMac-UmsĂ€tzen insgesamt 23 Prozent zulegen.

Und der Preis? Das Einsteigermodell des Macbook Air kostet zur Zeit rund 1000 Euro. Den kleinsten Mac Mini gibt es fĂŒr knapp 630 Euro. Und das derzeitige iMac-Einsteigermodell schlĂ€gt mit 1300 Euro zu Buche. Kuo schĂ€tzt, dass ein Billig-iMac ĂŒber dem Preis des Macbook Air angesetzt wird, also schĂ€tzungsweise 1100 bis 1150 Euro kosten soll.

Und die Ausstattung? Intel hat in seinem Quartalsbericht im letzten Oktober eingerĂ€umt, dass die nĂ€chste Prozessor-Generation drei Monate spĂ€ter als geplant verfĂŒgbar sein wird. Dank einem Fehler in dem 14-Nanometer-Herstellungsprozess wird der Broadwell-Prozessor also nicht rechtzeitig zur WWDC im Juni einsatzbereit sein, sondern bis Oktober auf sich warten lassen. Wenn Apple also im Juni neue iMacs vorstellt, basieren die höchstwahrscheinlich alle noch auf dem Haswell-Prozessor. Auch ein optisches Re-Design ist nicht zu erwarten: Apple hat Ende 2012 den iMac drastisch dĂŒnner vorgestellt und das Design ist noch bestens auf die aktuellen Macbooks abgestimmt.

Kommt das Retina Display fĂŒr den iMac? Wenn Apple eine höhere Auflösung fĂŒr den iMac vorstellt, wird dies höchstwahrscheinlich keine echte Retina-Auflösung sein, Der 27-Zoll-iMac hat derzeit 2560 x 1440 Bildschirmpunkte. FĂŒr echte Retina-Auslösung mĂŒsste Apple dies auf 5120 X 2880 Pixel hochschrauben: Analysten hingegen erwarten, dass Apple die Anzahl der Pixel lediglich verdoppelt, und nicht vervierfacht, also den 27-Zoll Bildschirm auf 3840 x 2400 Pixel verfeinert. Die Display-Herstellung mit voller Retina-Auflösung kĂ€me einfach viel zu teuer.

Und der Mac Mini? Ein Update des Mac Mini ist bereits seit letztem Jahr ĂŒberfĂ€llig. So gesehen ist ein rundum ĂŒberholtes Modell auf der WWDC 2014 echt notwendig - oder die GerĂŒchte, dass Apple diese Modellreihe einstellen wird , erweisen sich als wahr? Kuo sieht die VernachlĂ€ssigung des Mac Mini durch Apple nur als eine weitere BestĂ€tigung, dass ein gĂŒnstigerer iMac die LĂŒcke schließen wird.

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