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Analysten kritisieren die TV-Strategie von Apple

17.01.2017 | 10:31 Uhr |

Warum Apple doch noch nicht in die Inhalte-Produktion einsteigen soll, erklärt der langjährige Apple-Analyst Horace Dediu.

Kritik: Apple als Produzent von originären Video-Inhalten? Das passt nicht, meint der Analyst Horace Dediu und beruft sich dabei keineswegs auf altbackene Argumente à la "Das haben die doch noch nie gemacht, wo kommen wir denn da hin?" Dediu sieht aber eine Diskrepanz zwischen den Erfordernissen von Videoinhalten und Apples Unternehmenskultur.

Denn während sich Videos nur auf einer lokalen, regionalen oder nationalen Ebene vernünftig vermarkten lassen, agiere Apple an sich als Firma global. Was in US-Fernseher passt und auch auf europäischen Mattscheiben noch gut ankommen könnte, würde in China überhaupt nicht funktionieren, ist Dediu überzeugt. Gleiche Probleme hätten auch Anbieter wie Netflix, doch die seien nicht vom Business in Fernost abhängig.

Apples Aktivitäten hinsichtlich eigener Filme und Serien seien auch nicht ganz freiwillig, da es dem Unternehmen nicht gelinge, Inhalte von Netflix, Amazon und Konsorten zu lizenzieren. Demnach wolle Apple die Industrie und die Möglichkeiten dabei austesten; die Inhalte-Produktion bleibe ein Alternativplan, zumindest noch für einige Zeit.

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