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Anti-Diskriminierungsbeauftragte verlässt Apple

18.06.2020 | 12:25 Uhr | Peter Müller, Halyna Kubiv

Antidiskriminierung ist für Apple ein wichtiges Thema, die dafür beauftragte Vizepräsidentin hat das Unternhmen aber nun verlassen.

Nach drei Jahren in Cupertino verlässt Apples Head of Inclusion and Diversity Christie Smith das Unternehmen wieder, informiert Bloomberg . Smith hatte in ihrer Aufgabe zuletzt an die Retail-Chefin Deirdre O'Brien berichtet. Ob Smith einen Nachfolger oder Nachfolger bekommt, scheint ungewiss, ihr Team soll nun direkt  O'Brien unterstellt sein. Smith war vor ihrer Zeit bei Apple 16 Jahre bei der Unternehmensberatung Deloitte beschäftigt. Als Grund für das Ausscheiden gibt Apple an, Smith wolle mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen – sie pendelte aus Seattle nach Nordkalifornien.

Noch vor ihrer Zeit bei Apple konnte Christie Smith mit Ted Talks auftreten oder beispielsweise Blogposts veröffentlichten, die ein bisschen mehr Einblicke in ihre Philosophie als Inclusion- und Diverstity-Beauftragte lieferte. So behauptete sie in einem Video , dreißig Jahre an Programmen, Stipendien und anderen Bemühungen, in den USA mehr Vielfalt in die obersten Etagen zu bringen, seien gescheitert, da nur wenige Frauen, Afroamerikaner oder Lateinamerikaner als CEOs oder Vize in den großen US-Amerikanischen Firmen beschäftigt seien. In einem anderen Video erzählt sie darüber, wie sie den Anschlag auf das World Trade Center überlebt habe: Sie befand sich zu dem Zeitpunkt, als das erste Flugzeug, in das Gebäude einflog, in einem Restaurant im Erdgeschoss und konnte sich so leicht retten. Ihr posttraumatischer Syndrom dauerte dennoch mehrere Jahre an und hinderte sie bei der Arbeit und im privaten Leben. Genauso geht es im Alltag Menschen mit nicht "weißer" Hautfarbe, Frauen und Homosexuellen: Sie verwenden den Großteil ihrer Energie darauf, um einen Teil ihres Selbst zu verstecken und den Anforderungen zu entsprechen, die die Gesellschaft an sie stellt. 

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