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App Store: Kartelluntersuchung nun auch in UK

05.03.2021 | 09:35 Uhr | Peter Müller

Ist der App Store ein Monopol, das Apple unfair nutzt? Nun beschäftigen sich auch im Vereinigten Königreich die Kartellbehörden mit den Vorwürfen.

Die britische Regulierungsbehörde hat laut der Nachrichtenagentur Reuters nun eine Untersuchung gegen Apple begonnen, die herausfinden soll, ob der Anbieter mit dem App Store ein unfaires Monopol errichtet habe. Hintergrund sind Beschwerden von Entwicklern über die von Apple einbehaltenen Gebühren in Höhe von 30 respektive 15 Prozent. Apps für iPhone und iPad lassen sich nur über den App Store vertreiben, In-App-Käufe wie virtuelle Währungen oder mediale Inhalte könnte man zwar anderweitig an die Anwender verkaufen, Apple setzt dem aber Grenzen, indem es etwa niedrigerer Preise außerhalb des App Stores untersagt.

Offenbar sieht Cupertino der weiteren Untersuchung gelassen entgegen, in einem Statement betont das Unternehmen die Vorteile seines Angebots und rechtfertigt damit seine Gebühren: "Der App Store ist ein Motor des Erfolgs für App-Entwickler, zum Teil wegen der strengen Standards, die wir haben – fair und gleichmäßig auf alle Entwickler angewandt –, um Kunden vor Malware zu schützen und eine zügellose Datensammlung ohne ihre Zustimmung zu verhindern." Cupertino wolle aber mit den Behörden kooperieren.

Ähnliche Untersuchungen gibt es bereits in der EU und in den USA, vor allem der Fortnite-Hersteller Epic Software hatte massiv Beschwerde gegen Apple eingelegt und mit einem bewussten Verstoß gegen die App-Store-Regeln den Rauswurf aus dem Angebot provoziert.

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