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Apple Card: Nach Zahlungsausfall Apple-ID gesperrt

03.03.2021 | 17:30 Uhr |

Besitzer einer Apple Card sollten aufpassen, dass beim Einkaufen keine Zahlungen unbeglichen bleiben. Denn dann kann es sein, dass Apple die eigene Apple-ID inklusive der dazugehörigen Services sperrt.

Apples eigene Kreditkarte, die Apple Card, ist zwar in Deutschland noch nicht verf√ľgbar. Vor allem f√ľr regelm√§√üige K√§ufer von Apple-Ger√§ten bietet die Apple Card Vorteile, denn Apple gew√§hrt drei Prozent Cashback auf Eink√§ufe bei Apple.

R√ľckbuchung kann Account-Sperre zur Folge haben

Die Schattenseiten, die eigenen Geldaktivit√§ten √ľber einen Service-Anbieter wie Apple abzuwickeln, musste der Amerikaner Dustin Curtis am eigenen Leib erfahren. Denn Apple, so berichten neben Curtis auch andere Apple-Card-Besitzer, kann bei einer fehlenden Deckung eines Einkaufs nicht nur die Kreditkarte, sondern auch die Apple-ID des Besitzers inklusive der damit verbundenen Dienste sperren.

Curtis schreibt √ľber seine Erlebnisse in seinem Blog: Er habe sich bei Apple einen neuen Mac gekauft und dabei mit seiner Apple Card gezahlt. Kurz darauf habe sich die Nummer seiner hinterlegten Kreditkarte ge√§ndert. Als Apple nach einem gescheiterten Altger√§t-Eintausch den zweiten Teil des Mac-Kaufpreises einziehen wollte, schlug die Abbuchung aufgrund der ge√§nderten Kreditkartennummer fehl. Daraufhin sperrte Apple die Apple-ID, den App-Store-Account und einige iCloud-Dienste. In einer Mitteilung an Curtis lie√ü Apple wissen, dass man aufgrund der fehlgeschlagenen Zahlung den Zugriff des Ger√§ts auf Dienste einschr√§nken und die verkn√ľpften Accounts sperren werde.

Schwieriger Freischaltungsprozess

Um die Sperre wieder aufzuheben, musste sich Curtis mit Apple, dem Partner-Geldinstitut Goldman Sache und schlie√ülich wieder Apple in Verbindung setzen. Das ganze Prozedere dauerte mehrere Werktage, bis die Accounts schlie√ülich wieder freigeschaltet wurden. Auch wenn Curtis in diesem Zeitraum auf die meisten seiner Daten in der iCloud zugreifen konnte, f√ľrchtete er, dass der Zugang zu wichtigen Daten weiter eingeschr√§nkt werden k√∂nnte.

Beim Betroffenen sorgt dieses Vorgehen von Apple f√ľr Unverst√§ndnis, schlie√ülich geht es hierbei um zwei vollkommen unterschiedliche Service-Angebote, die eigentlich nicht miteinander verkn√ľpft sein sollten.

Kritisch k√∂nnte eine Account-Sperrung vor allem f√ľr App-Entwickler sein, die im schlimmsten Fall den Zugang auf ihre Entwickler-Accounts verlieren, keine Updates mehr ausspielen k√∂nnen und sogar Umsatzeinbu√üen zu bef√ľrchten haben.

Einzelfall oder Nutzungsbedingung?

Ob es sich bei diesem Vorgang um einen Einzelfall oder um eine regelm√§√üige Ma√ünahme Apples handelt, k√∂nnen wir zu diesem Zeitpunkt nicht beurteilen. Einige Twitter-Nutzer zweifeln die Authentizit√§t von Curtis' Bericht an, die von ihm ver√∂ffentliche E-Mail von Apple (in welcher ihm die Sperrung seiner Accounts angek√ľndigt wurde) wirkt aber authentisch. Es bleibt abzuwarten, ob noch weitere solcher F√§lle publik werden.

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