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Apple Music ab Juni verlustfrei und Raumklang für Airpods

17.05.2021 | 15:56 Uhr | Peter Müller

Apple bohrt die Qualität seines Musikstreamingdienstes Apple Music auf und bringt 75 Millionen Songs in verlustfreien Format zu Gehör. Hinzu kommt die Möglichkeit, dass Musikproduzenten ihre Werke mit Raumklang – Spatial Audio – versehen.

Seit letzter Woche pfeifen es die Spatzen von den Dächern: Apple bietet eine neue Option für Apple Music an, Musik in höherer Auflösung. Was einige der Vögel aber falsch verstanden oder weiter verbreiteten: Es handelt sich hier nicht um eine neue Stufe für Apple Music, die unter Umständen auch mehr kostet – wie es etwa bei Amazon mit Music Unlimited der Fall ist – sondern Apple schraubt generell die Qualität hoch und bietet den gesamten Katalog von 75 Millionen Songs in Lossless Audio an, also unkomprimiert. Bisher war AAC das Format der Wahl – für die  meisten Anwendungsfälle hoch genug aufgelöst. Das neue Feature wird Apple laut seiner Ankündigung im Juni frei schalten, aller Voraussicht mit der Veröffentlichung von iOS 14.6 und iPadOS 14.5, in dem Spuren davon bereits aufgetaucht sind. Die Auflösung kann der Musikfreund je nach Qualität der Verbindung in der Musik-App auf Mac, iPad und iPhone anpassen, sie beginnt mit CD-Qualität: 16 Bit bei 44,1 kHz. Maximal sind 24 Bit bei 192 kHz möglich, Apple nennt das "High Resolution Lossless". Für langsame Mobilfunkverbindungen oder solche mit geringem Datenvolumen lassen sich also niedrigere Auflösungen einstellen.

Raumklang für Airpods und Co.

Die meisten Hörer werden den Unterschied zwischen Apple Lossless und AAC kaum wahrnehmen, es sei denn, sie verfügten über geschulte Ohren und hochwertige Verstärker, Lautsprecher und Kopfhörer. Ein ebenso neues, aber optionales Feature wird hingegen die Kunden von Airpods, Airpods Pro, Airpods Max und den Beats-Ohrhörern ansprechen: Spatial Audio, jener Raumklang, den die Apple-Kopfhörer reproduzieren können. Apple bringt Spatial Audio mit Unterstützung von Dolby Atmos in Apple Music, Musikschaffende können damit ein immersives Erlebnis für ihre Hörer schaffen, vor allem bei Live-Aufnahmen sollten sich auch mit weniger geschulten Ohren deutliche Unterschiede zum eher flachen Stereobild hören lassen. Apple Music spiele ab Werk die Musik auf den eigenen Kopfhörern und denen der Tochtermarke Beats ab, solange ein H1- und W1-Chip eingebaut ist, ebenso auf den Lautsprechern neuerer Modelle von iPhone, iPad und Mac. Tracks, die für Dolby Atmos abgemischt sind, werde man sukzessive in den App Store bringen, die Musik-Redaktion wird spezielle Wiedergabelisten kuratieren, damit das Entdecken der Stücke erleichtert ist. Zum Start werden "tausende" von Stücken aus allerlei Genres zu Gehör kommen. Zusammen mit dem Unternehmen Dolby will es Apple Künstlern erleichtern, ihre Musik mit Raumklang zu versehen.

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