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Apple News+: Kleinere Publisher unzufrieden

16.04.2019 | 09:10 Uhr | Peter Müller

Noch ist Verlegern unklar, was sie von Apple News+ haben. Gerade kleinere fühlen sich zurück gesetzt.

Gut drei Wochen nach der Vorstellung von Apple News+ hat Digiday sich bei Verlegern umgehört und berichtet über deren erste Erfahrungen mit der Zeitschriftenflatrate. Gerade kleinere Magazine sind nicht besonders zufrieden mit den Anfängen, es gebe Probleme mit den von Apple versprochenen Vorlagen für Magazinseiten, der Anbieter halte seine diesbezüglichen Versprechen nicht ein. Zudem bevorzuge Apple offenbar die großen Publisher und gebe nur diesen eine direkte Unterstützung bei der Formatierung und Veröffentlichung von Inhalten. So komme es zu Inkonsistenzen im Benutzererlebnis – etwas, das Apple sonst immer vermeide. Denn viele Magazine würden einfach nur PDFs ihrer Seiten hochladen, ohne weitere Leseerleichterungen. Die Inhalte ein zweites Mal für Apple News+ zu layouten sei ein gewagtes Projekt, da man noch nicht wisse, wie hoch die Einnahmen aus dem Dienst ausfallen.

Unsere Meinung: Auch der Vorgänger von Apple News+ – der Zeitungskiosk – hatte die gleichen Probleme. Weder Apple noch andere Dritt-Hersteller hatten in den Jahren keine vernünftige Lösung zur automatischen Konvertierung von PDF- bzw. Indesign-Seiten in ein Fließformat, das auf iPhones und iPads gut aussehen würde. Dies hatte zu Folge, dass die interaktiven Ausgaben in der Herstellung zu teuer waren, die normalen PDF-Seiten auf dem iPhone – kaum lesbar, was nach und nach die Nutzer abtörnte.

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