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Apple-Patent soll drahtloses Laden vereinfachen

25.10.2016 | 16:19 Uhr |

Induktives Laden wäre der nächste Schritt zu einem komplett drahtlosen iPhone, ist aber noch nicht effektiv genug. Eine neue Technik, die Apple patentiert hat, soll das ändern.

Der Abschied von der Klinkenbuchse, den Apple im Jahr 2016 im iPhone 7 (Plus) gewagt hat, war womöglich erst der Anfang. Denn sobald es für das iPhone eine zuverlässige und schnelle drahtlose Ladetechnik gibt, könnte man auch auf die Lightning-Buchse verzichten.

Nun ist Laden per Induktion keine neue Technik, etliche Smartphones der Konkurrenz beherrschen dies schon und mit entsprechendem Zubehör lässt sich auch das iPhone laden , wenn es in einer passenden Hülle steckt und man es auf die zugehörige, unter Strom stehende Matte legt. Mit der Apple Watch hat Apple zudem bereits ein Produkt im Angebot, das sich drahtlos aufladen lässt. Während sich aber der relativ kleine Akku der Smartwatch in gut zwei Stunden voll auflädt, würde das für das iPhone deutlich länger dauern.

Mit einer Technik, auf die Apple an diesem Dienstag ein Patent erhielt, soll das induktive Laden eines Smartphones aber bedeutend schneller vonstatten gehen. Die höhere Effizienz des Ladevorgangs soll zu niedrigeren Ladezeiten führen, indem die Spulen des Ladegeräts und die Induktionsspulen im Inneren des iPhone genauer aufeinander zu liegen kommen. Die Magnetfelder durchdringen sich dann besser und können somit einen stärkeren Strom induzieren.

Im U.S.-Patent No. 9,479,007 für ein Induktionsladesystem beschreibt Apple eine Lösung für das Problem nicht passgenauer Spulen. In einer dünnen Schicht im Inneren des zu ladenden Gerätes ist eine Schicht mit einem Ferrofluid eingebracht, das gewissermaßen eine magnetische Brücke zwischen der Primärspule des Ladegeräts und der Sekundärspule im Inneren des Induktionsstrom empfangenden Geräts schlägt. Ferrofluide sind Flüssigkeiten, die mikroskopisch kleine magnetisierbare Partikel enthalten und eine Dispersion bilden. Diese meist aus Eisen oder Kobalt bestehenden Partikel sind in der Flüssigkeit frei beweglich, aber magnetisierbar und lassen sich somit von einem Magnetfeld ausrichten. In dem beschriebenen Induktionsladesystem sollen die Ferrofluide also den magnetischen Fluss exakt vom Sender zum Empfänger dirigieren und somit Verluste reduzieren.

Ob und wann Apple das Patent einsetzt, bleibt natürlich völlig offen. Für ein vollkommen überarbeitetes iPhone 8 wäre das aber eine willkommene Technik, sofern sich damit die induktive Ladezeit auf die heute via Lightning gewohnten 60 bis 90 Minuten reduzieren ließe.

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