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Apple Pay mit Sparkasse-Girocard ab nächster Woche

20.08.2020 | 12:27 Uhr | Thomas Hartmann

Die Möglichkeit, Apple Pay auch mit einer Girocard zu nutzen, soll für Sparkassen-Kunden nächste Woche Realität werden. Überall bezahlen lässt sich damit jedoch nicht.

Apple Pay auch bei den Sparkassen gibt es seit Dezember letzten Jahres – aber bisher nur mit Kreditkarten und Prepaid-Karten. Viele Kunden erhoffen sich, dass sie auch endlich mit ihrer digitalen Sparkassen-Card (Debitkarte, gern auch noch EC-Karte genannt) Apple Pay in Geschäften nutzen können. Dann werden die Beträge direkt vom Girokonto abgebucht. Laut einem Artikel von iPhone-ticker.de soll die Freischaltung dafür ab nächster Woche Dienstag, 25. August erfolgen.

Doch die Freude dürfte dadurch eingeschränkt sein, dass aufgrund der Nutzungshinweise der Sparkassen für das ”Bezahlen mit einer digitalen Karte bei Apple Pay” Einschränkungen bestehen, die man von digitalen Kreditkarten so nicht kennt. So werden Bezahlvorgänge in einer App respektive im Online-Handel über den Safari-Browser zunächst nur mit digitalen Kredit- und Prepaid-Karten möglich sein, sofern Apple Pay als Zahlungsoption angeboten wird. Das heißt: Über die Girocard mit Apple-Pay-Funktion ist dies dann nicht möglich, ebenso wenig ein Einsatz dieser digitalen Sparkassen-Karte im Ausland, führt der Sparkassenverband weiter auf.

iPhone-ticker.de hat den Hinweis auf die Nutzungsbedingungen für Apple Pay mit der Girocard oder Debitkarte vom Blogger René Hesse, der diese auf seinem Android-Blog "mobiFlip" veröffentlichte.

Die Sparkasse wirbt übrigens auf ihrer Homepage damit, die Ersten mit Girocard für Apple Pay zu sein . Das ist aber nicht ganz richtig, denn wie wir berichteten, hat bereits die Commerzbank mit der Abrechnung von Apple Pay über das Girokonto mittels einer ”Virtual Debit Card” vorgelegt .

Update: Das sind Unterschiede zwischen der virtuellen Debitcard und einer Girocard

Natürlich ist der von einer Leserin gesandte Einwand korrekt: Die virtuelle Debitcard der Commerzbank ist keine Girocard, wir würden ergänzen: im herkömmlichen Sinn. Denn, wie die Commerzbank selbst schreibt : ”Die Virtual Debit ist eine Mastercard Debitkarte, die von der Commerzbank ausschließlich digital zur Verfügung gestellt wird.” Sie existiert also nicht ”real”, sodass man sie in die Hand nehmen oder ins Portemonnaie stecken könnte.

Allerdings wird über sie eben Apple Pay zur Abrechnung mit dem Girokonto, also gewissermaßen dem ganz normalen Bankkonto für Gehalt und anderes genutzt. Sie setzt ein solches privates Girokonto bei der Bank auch voraus.

”Umsätze werden direkt dem Girokonto belastet.” Das dürfte auch von Vorteil sein, wenn eine Bezahlstelle wie in kleineren Geschäften oder Billigketten wegen der zusätzlichen Kosten eine Kreditkarte von Mastercard oder Visa an sich nicht akzeptiert – mit der virtuellen Debitkarte sollte das aber problemlos gehen.

Die virtuelle Debitcard der Commerzbank lässt sich außerdem (gegen Zusatzgebühren) auch im Ausland einsetzen. Und unter gewissen Umständen kann man damit sogar am Geldautomaten abheben: ”Darüber hinaus sind Bargeldauszahlungen an Geldautomaten möglich, wenn der Geldautomat eine kontaktlose Nutzung unterstützt”, so die Commerzbank. Insofern mag die virtuelle Debitcard der Commerzbank zwar nicht so ganz real sein. Doch in ihren Funktionen kommt sie einer normalen Girocard schon relativ nah!

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