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Apple-Store-Einbrecher aus Berlin interviewt

03.06.2015 | 14:02 Uhr | Halyna Kubiv

Kurz vor Weihnachten 2013 raste ein Auto in den Berliner Apple Store. Es war ein Einbruch nach Hollywood-Muster.

Fernseh-Tipp: RBB bringt eine Doku ĂŒber die Einbrecher-Bande, die unter anderem den Apple Store auf dem Kudamm in Berlin ausgeraubt hat. Am 23.12.2013 raste ein Auto in die geschlossenen TĂŒre des Apple-Ladens; die Einbrecher konnten einige GerĂ€te mitnehmen, nach nur wenigen Minuten verschwanden die MĂ€nner auch wieder mit dem Auto. Mittlerweile sitzen sieben Mitglieder der Bande hinter Gittern, die RBB-Reporter haben einige Zeit im Milieu recherchiert und weitere Details ans Licht gebracht.

Die Gruppe wurde Gullideckel-Bande genannt und hat sich auf BlitzeinbrĂŒche spezialisiert. Nicht nur der Apple Store wurde Opfer von deren ÜberfĂ€llen, der KaDeWe, eine Saturn-Filiale in Berlin und weitere LĂ€den bundesweit wurden von der Gang ausgeraubt. Die RĂ€uber haben mit einem schweren Gegenstand, meistens mit einem Gullideckel die Vitrine eingeschmissen, das Diebesgut in Bettlaken eingesammelt und sind dann mit einem Auto verschwunden. Der Apple Store kam sozusagen mit einem blauen Auge davon, nur 20 neue GerĂ€te wurden entwendet , die Diebe haben nicht beachtet, dass die Stapel von neuen iPhones und iPads ĂŒber Nacht in einem Lagerraum abgeschlossen waren. Bei einem Überfall auf die Juwelier-Abteilung des KaDeWe waren es 900.000 Euro in Schmuck und Uhren. Solche "Aktionen" durften nicht lĂ€nger als drei Minuten dauern. Dann geht's wieder zurĂŒck zum Auto, nicht selten kommt es zu einer Verfolgungsjagd. Die meisten Banden-Mitglieder besitzen kein eigenes Auto, vielen haben keinen FĂŒhrerschein. Der Reporter fragt: "Wo hast du denn fahren gelernt?" Die Antwort: "Auf Playstation".

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