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Apple Stores in Indien: Regierung lockert Gesetze

08.07.2019 | 12:48 Uhr |

Damit gleiche Wettbewerbsbedingungen für ausländische und einheimische Unternehmen gelten, gewährte die indische Regierung in der Vergangenheit selbst Apple keine Vorteile - bis jetzt. Apple soll nun doch die Möglichkeit bekommen, seinen Markt in Indien weiter auszubauen.

Erst vor wenigen Wochen berichteten wir darüber, weshalb Apple in Indien immer wieder scheitert und es seit Jahren nicht schafft, dort Fuß zu fassen. Dies könnte sich allerdings noch in diesem Jahr ändern. Laut iMore hat die indische Regierung zwei wichtige Fabriken genehmigt, sodass Apple dort zukünftig iPhones lokal herstellen kann. Dies ist ein großer Schritt für Apple, da das Unternehmen somit die Importsteuer umgehen kann. Rund 30 Prozent verlangt die indische Regierung auf Geräte, die aus anderen Märkten importiert werden.

Darüber hinaus lockert die indische Regierung die lokale Beschaffungsnorm, die ein Unternehmen dazu verpflichtet, 30 Prozent der Komponenten lokal zu beziehen. Dadurch war es Apple bisher nicht möglich, Apple Stores auch in Indien zu eröffnen. Dies wird sich in Zukunft wohl ändern.

Angesichts der Investitionszurückhaltung will die Regierung einige Ausnahmen machen, insbesondere bei Spitzentechnologien, erklärt Prabhu Ram, Leiter der Nachrichtengruppe bei Cybermedia Research:

"Die Lockerung der obligatorischen 30-prozentigen lokalen Beschaffungsnorm wird das Wachstum der indischen Wirtschaft ankurbeln und möglicherweise dazu beitragen, große Akteure im Einzelhandelssektor, darunter Apple, anzuziehen."

Wie viel Zeit die indische Regierung benötigt, um Apple als Anbieter von "Spitzentechnologie" einzustufen, ist bisher noch nicht bekannt. Apple soll jedoch bereits vor einigen Monaten mögliche Standorte für den ersten Apple Store im Land gesucht haben. Daher könne man noch in diesem Jahr mit der Eröffnung eines Stores rechnen.

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