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Apple Watch 7 vs. Apple Watch 6: Die Unterschiede

09.02.2022 | 15:33 Uhr | Halyna Kubiv

Wir vergleichen die aktuelle Apple Watch 7 mit dem Vorgänger Watch 6 und zeigen Ihnen, was sich alles verändert hat.

Lange munkelte man, Apple würde bei der neuen Apple Watch auf ein anderes, eckiges Design umsteigen. Doch dem war nicht so: Die Apple Watch Series 7 (im Langzeittest) hat noch rundere Ecken, damit unterschiedliche Gehäuse-Teile aneinander noch geschmeidiger anschließen. Ansonsten muss man nach den Unterschieden des Vorgänger-Modells Apple Watch Series 6 ziemlich genau hinschauen. In diesem Artikel finden Sie neben den aktuell besten Angeboten auch die beiden Watches im direkten Vergleich:

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Farben, Größen und Design

Am Design hat sich im Vergleich zu der Apple Watch 6 nicht sehr viel verändert, vor allem, wenn man das Display außer Acht lässt. Der Lautsprecher an der Seite ist etwas größer geworden und kommt ohne Unterbrechung in der Mitte aus. Mit diesen rein optischen Hinweisen kann man durchaus erwarten, dass die neue Watch etwas lauter bei den Warnmitteilungen wird, doch ob das stimmt, wird sich erst in einem Test zeigen. Dafür, dass das Display im Vergleich zur Apple Watch 6 um 20 Prozent gewachsen ist, fallen die Änderungen am Gehäuse recht unauffällig aus. Zwar wächst jedes Modell um einen Millimeter von 40 auf 41 Millimeter beim kleinen, und von 44 auf 45 Millimeter beim großen Modell - somit können die Armband-Sammler aufatmen. Apple verspricht nämlich, dass die bestehenden Armbänder der neuen Uhr passen. Auch neue Armbänder aus dem Store kann man an die Vorgänger-Modelle anbringen, obwohl sie für die Apple Watch 7 hergestellt wurden.

Auch an der Farbkonstellation hat sich etwas geändert: Product Red bleibt, allerdings ist die Schattierung dunkler und satter als noch bei der Apple Watch 6. Blau bleibt ebenfalls im Angebot, wechselt vom Dunkelblau ins Helle. Silber (Polarstern) und Schwarz (Mitternacht) bleiben im Portfolio, die Schattierungen unterscheiden sich von den entsprechenden Varianten der Apple Watch. Neu ist die Farbe Grün, die in Richtung Khaki geht. Titan und Edelstahl bleiben als Gehäusevarianten erhalten.

Dass die Uhr jetzt etwas runder ausschaut, hat mit dem Display zu tun. Zum einen schließen die Ränder nahtloser zum Gehäuse auf, zum anderen ist das Glas doppelt so dick wie bei der Apple Watch 6. Diese rundere Auswölbung trägt zu einem buchstäblich abgerundeten Eindruck bei. Um wie viel dicker die neue Watch geworden ist, ist übrigens noch nicht bekannt, Apple hat noch keine technischen Daten dazu veröffentlicht.

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Akku

Laufzeit: Wir haben in der Praxis die Laufzeiten Apple Watch 7 mit deren der Series 6 verglichen, allerdings muss man beachten, dass unsere Series 6 bereits ein Jahr auf dem Buckel hat und in den Einstellungen 91 Prozent der ursprünglichen maximalen Akkukapazität aufweist. So ist es kein Wunder, dass die neuere Series 7 mit deutlich besseren Akkulaufzeiten aufwartet. Wir konnten bei drei Anläufen anderthalb Tage mit einer Ladung auskommen. Die Tagesroutine mit zweimal Kurzaufladen, wenn man abends und morgens im Bad ist, ist deutlich bequemer, da die Uhr praktisch nie ausfällt und auch zur Schlafüberwachung mit ins Bett kann.

Laden: Wir haben schon im Test der Apple Watch 6 bemerkt, dass die Uhr ungewöhnlich schnell auflädt. Bei der Watch 7 hat Apple an der Technik noch einmal gefeilt, denn sie unterstützt Schnellladen. Die Apple Watch 6 ist in einer Stunde auf 80 Prozent aufgeladen, in 1,5 Stunden auf 100 Prozent. Die Apple Watch 7 erreicht die 80-Prozent-Aufladung bereits nach 45 Minuten, wie unser Test bestätigt. Das Laden ist also um 25 Prozent schneller geworden. Die volle Aufladung erzielt die Uhr nach einer Stunde und 10 Minuten. In der bringt Sie auch eine 90-prozentige Ladung garantiert über den Tag, die zusätzlichen 10 Prozent Ladung bis 100 Prozent kosten Sie unverhältnismäßig viel Zeit.

Allerdings kommt die Schnellladefunktion auf ihre Kosten: Denn zum Schnelllader-Kabel auf USB-C , das im Lieferumfang enthalten ist, sollten Sie für die schnelle Ladung den 20W-Stecker von Apple verwenden. Und diesen müssen Nutzer extra kaufen, bei Amazon aktuell rund 20 Euro .

Display

Die Hauptänderung der Apple Watch 7 ist das Display, dieses ist im Vergleich zu Series 6 um 20 Prozent gewachsen, im Vergleich zur Series 3 gleich um 50 Prozent. Vor allem am Rahmen hat der Hersteller gespart, sie sind nur 1,7 Millimeter dünn. Rechnet man mit den Angaben die Anzeigefläche der Apple Watch 6 hoch, wird die 41mm-Variante der Series 7 eine Anzeigefläche von 911 mm 2 (zum Vergleich 759 mm 2 bei der 40mm-Variante der Series 6) und auf 1.172 mm 2 bei der 45mm-Variante im Vergleich zu 977 mm 2 der 44mm-Variante der Series 6.

Den Eindruck vom größeren Display erzeugen ebenfalls neue, sogenannte refraktive Ecken. Das Licht wird an den Rändern umgebrochen, sodass die Anzeige am Bildschirm quasi direkt ins Gehäuse überläuft. Der neue Bildschirm ist in manchen Situationen heller, vor allem wohl, wenn die Always-On-Anzeige aktiviert ist.

Dass der Bildschirm gewachsen ist, merkt man spätestens dann, wenn man beim Anziehen der Uhr den Passcode eingeben muss. Die Tasten für einzelne Ziffer sind ein Tick größer geworden, doch in der Praxis reicht das aus, um nicht mehr ganz genau auf die passende Ziffer zu zielen.

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Neue Zifferblätter, Tastatur, Bruchfestigkeit

Offenbar hält Apple die verfügbare Oberfläche als groß genug, um in den Text-Apps eine Tastatur anzubieten. Bislang musste man die gewünschte Antwort auf die Nachricht entweder diktieren oder durch Kritzeln mühsam Buchstabe für Buchstabe auf dem Display darauf malen. Extra für die Series 7 gibt es zwei neue Zifferblätter – Contour und Modular Duo, der Entwickler hat wohl das gesamte watchOS an das neue Display anpassen müssen, denn auch Standard-Apps wie Rechner, Stoppuhr oder Timer sind entweder großzügiger angeordnet oder biete mehr Optionen. Dadurch, dass das neue Display durch dickeres Glas geschützt ist, wird es automatisch bruchfester. Die Uhr ist zudem nach IP6X staubgeschützt. An Wasserfestigkeit hat sich im Vergleich zu Series 6 nichts geändert, aber diese ist schon bis zu 50 Meter Tiefe Wasser-geschützt.

Prozessor

Bei der Vorstellung im September 2021 hat Apple die Eckdaten des neuen Prozessors gar nicht erst erwähnt. Aus einem guten Grund, denn wie findige Entwickler direkt herausgefunden haben, handelt es sich beim Series-7-Chip um den gleichen Prozessor wie in der Apple Watch Series 6. Der bekannte Entwickler Steve Troughton-Smit hat gleich nach dem Apple-Event auf Twitter wohl einen Ausschnitt aus dem Xcode veröffentlicht: Apple Watch 7 wird erkannt, allerdings führe alle vier Modelle (groß und klein, mit mobilem Chip und ohne) die gleichen Modellnummer wie die Apple Watch 6, nur die Nachkommastelle ändert sich dabei.

Fazit

Die Series 7 verhält sich zu Series 6 in etwa wie Series 5 zu Series 4 : Es gab keine größeren Neuerungen im Gesundheits-Bereich, nur noch beim Display konnte man Always-On aktivieren, Speicher ist gewachsen und der Chip war geringfügig überarbeitet worden. Mit Apple Watch 7 fährt Apple eine vergleichbare Strategie, der größere Bildschirm und vor allem eine Tastatur werden für manche Nutzer ein Grund genug sein, um zum Modell zu greifen.

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