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Apple Watch: App erkennt Herzrhythmusstörungen

14.11.2019 | 17:03 Uhr | Denise Bergert

Laut einer aktuellen Studie hat die EKG-App der Apple Watch 4 bei knapp 2.000 Nutzern Herzrhythmusstörungen festgestellt.

2018 brachte Apple mit der Apple Watch der vierten Generation nicht nur ein neues Design, sondern auch einige neue Gesundheitsfunktionen. Die neue Apple-Watch-Generation brachte ein integriertes Elektrokardiogramm mit verbesserten Sensoren mit. Mit einem Fingertipp auf die Digital Crown kann die Smartwatch innerhalb von nur 30 Sekunden mit der zugehörigen App und den Sensoren im Gehäuseboden ein EKG erstellen und dabei Anzeichen von Vorhofflimmern erkennen – einer Herzrhythmusstörung.

Experten warnten bei der Einführung im vergangenen Jahr, dass viele Nutzer durch die EKG-App möglicherweise falsche Daten erhalten könnten, die sie unnötig beunruhigen würden. Das New England Journal of Medicine hat nun eine von Apple finanzierte Studie veröffentlicht, die die Sinnhaftigkeit von Apples EKG-Funktion nachweisen soll. Die Wissenschaftler haben 400.000 Apple-Watch-Besitzer über acht Monate hinweg beobachtet. 2161 von ihnen bekamen von ihrem Apple-Watch-EKG eine Warnung wegen Vorhofflimmern. Daraufhin wurden ihnen ein mobiles EKG-Messgerät in Form eines Pflasters zugeschickt, das sie sieben Tage lang tragen sollten. Nur ein Viertel der Teilnehmer schickte das Pflaster an die Wissenschaftler zurück. Bei 153 von ihnen bestätigte sich das Vorhofflimmern nach der Auswertung des Langzeit-EKG.

Die geringe Rücklaufquote der EKG-Pflaster stellt die Aussagekraft der Studie in Frage . Viele Wissenschaftler stufen die breit angelegte Untersuchung aber dennoch als „wegweisenden Durchbruch“ ein.

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