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Apple baut Marktführerschaft bei Wearables aus

01.06.2020 | 08:15 Uhr | Peter Müller

Selbst wenn die Apple Watch ein wenig schwächelt, kann Apple mit Kopfhörern das Minus mehr als nur kompensieren. Hoffnung auf nennenswertes Wachstum in Indien macht indes das neue iPhone SE.

Nach Zahlen der Marktforscher von IDC hat Apple seine führende Position im Markt für Wearables im ersten Quartal 2020 gehalten – und eher noch ausgebaut. Mit Verkäufen von 21,2 Millionen Einheiten nahm Apple 29,3 Prozent der Marktanteile ein, das bedeutet bei den Stückzahlen ein Plus von 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als Apple noch 23,3 Prozent Marktanteile hielt. Wegen Schwierigkeiten in der Lieferkette konnte Apple aber weniger Apple Watches verkaufen, Zuwächse bei AirPods (Pro) und den Beats-Kopfhörern haben das aber mehr als kompensiert. Die Pandemie kam Apple dabei so ein wenig zu Gute, so war der Bedarf nach Headsets für das Homeoffice im ersten Quartal enorm gestiegen und die Airpods (Pro) erweisen sich hier als ideal. Auf dem zweiten Platz im Wearables-Markt rangiert Xiaomi mit 10,1 Millionen ausgelieferten Einheiten und einem Anteil von 14,4 Prozent. Insgesamt sei der Markt um 29,7 Prozent auf 72,6 Millionen Einheiten gewachsen.

Apple nennt keine konkreten Verkaufszahlen, für Apple Watch, Airpods und andere Wearables war das noch nie der Fall. In der Bilanz des Unternehmens stehen "Wearables, Home und Zubehör" aber als eigene Sparte, die im Märzquartal 6,3 Milliarden US-Dollar Umsatz beisteuerte, 23 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Laut Strategy Analytics hat Apple im gesamten Jahr 2019 30,7 Millionen Apple Watches verkauft.

Kursziel schießt in die Höhe

Zuletzt hatte Apple ausweislich seiner Bilanz der Krise trotzen können, die Zuwächse bei Wearables und Services konnten die der schwächeren Sparten überstrahlen. Auch der Hauptumsatzbringer iPhone steht wieder gut da, das iPhone 11 hat sich zuletzt als das bestverkaufte Modell erwiesen und das iPhone SE greift die Android-Mittelklasse an .

So steht die Apple-Aktie derzeit bei einem Wert von 320 US-Dollar, wo sie vor der Pandemie auch schon stand. Der JP-Morgan-Analyst Samik Chatterje zeigt sich in einer Anlegernotiz nun optimistisch über den weiteren Wertzuwachs und erhöht das Kursziel von 350 US-Dollar auf 365 US-Dollar. Nicht nur das iPhone 12, das weiter im Plan für eine Veröffentlichung im September steht, sondern auch das neue iPhone SE geben Hoffnung. Denn dieses könnte nun endlich das Allheilmittel sein, das Apple braucht, um in Indien erfolgreich zu sein. Dort hat Apple nur ein Prozent Marktanteil, Xiaomi und Samsung liegen mit 28 respektive 21 Prozent weit vorne. Apple baue auch seine Präsenz im Lande aus und produziere dort mehr, um so kostspielige Importzölle umgehen zu können.

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