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Apple befragt Nutzer zu alten iPhone-Netzteilen

06.07.2020 | 10:16 Uhr | Peter Müller, Halyna Kubiv

Nachdem die Gerüchte aufgetaucht sind, Apple wolle dem neuen iPhone kein Zubehör wie Netzteil oder Earpods beilegen, startet das Unternehmen eine Umfrage.

Marktforschung : Apples angebliche Pläne, in den Kartons der iPhone 12 in diesem Herbst die Ladegeräte wegzulassen, haben Aufregung ausgelöst . Anscheinend hat Cupertino aber noch nicht endgültig über die Pläne entschieden und befragt Kunden nun, ob denn noch Bedarf an mitgelieferten Netzteilen besteht. Eine erste Umfrage dieser Art ist laut Apple Insider in Brasilien aufgetaucht. Die Marktforschung fragt auf Portugiesisch, was denn die Kunden mit dem Adapter anfangen würden, ob sie ihn etwa an Familienmitglieder und Kollegen weiter geben oder überhaupt je aus der Schachtel nehmen. Mittlerweile ist der Fragebogen auch in Englisch verfügbar.

Anscheinend werden die Kunden befragt, die in einer bestimmten Zeit seine iPhones eingetauscht haben, die Frage ist formuliert: "Was haben Sie mit Ihrem USB-Netzadapter gemacht, der sich in der Verpackung von Ihrem iPhone 7 ( in diesem Beispiel ) oder iPhone 7 Plus ( in diesem Beispiel ) befand?"

Bei den eingetauschten Geräten kann Apple davon ausgehen, dass das neue iPhone nicht das erste Apple-Smartphone im Haushalt ist und bereits Netzadapter vorhanden sind. Die Optionen für Antworten sind:

Ich habe den Netzadapter einem Familienmitglied abgegeben
Ich habe ihn recycled
Ich habe ihn verloren oder verlegt
Er funktioniert nicht mehr
Er ist immer noch bei mir zu Hause im Gebrauch
Ich nutze ihn bei der Arbeit bzw. anderswo als zu Hause.

Wenn man die Auswahl der Befragten betrachtet, überlegt Apple ernsthaft zumindest bei einigen der Neukäufe manches Zubehör wegzulassen. Vor allem bei den langjährigen iPhone-Nutzern ist es durchaus sinnvoll: Ein USB-Netzteil ist robust und kann mehrere Jahre für mehrere iPhone-Modelle nützlich sein. Durch sein Trade-In-Programm kann Apple leicht solche Kunden ausfindig machen und denen eine abgespeckte Verpackung anbieten. Da sich aber die gesamte IT-Welt und Apple an sich bei einem Übergang von USB-A auf USB-C befindet, muss der Hersteller in der Verpackung ohne Netzteil zwei Kabel beilegen – ein Lightning auf USB-A und ein Lightning auf USB-C. Apple verkauft ja momentan sein iPhone 11 mit dem schwächeren USB-A-Adapter und entsprechenden Kabel, das iPhone 11 Pro dagegen mit dem UBS-C-Adapter und Lightning-auf-USB-C-Kabel. Das zusätzliche Kabel wird sicherstellen, dass der Käufer entweder an dem Rechner oder an dem Adapter sein iPhone aufladen kann.

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