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Apple bereitet 3-nm-Chips fürs iPhone 14 und Macs 2022 vor

11.08.2021 | 16:00 Uhr | Halyna Kubiv

Apples Pläne für eigene Chips können wir beim Zulieferer TSMC ablesen. Im nächsten Jahr ist der große Schritt geplant.

Apples mobile Chip-Entwicklung lässt sich anhand von einigen Faktoren recht gut voraussagen: In vergangenen Jahren hat der iPhone-Hersteller alle zwei Jahre seine AXX-Prozessoren auf die nächste Verfahrengeneration umgestellt.

Jahr

Chip

Verfahren

Architektur

2010

A4

45 NM

32 Bit

2011

A5

45-32 NM

32 Bit

2012

A6

32 NM

32 Bit

2013

A7

28 NM

64 Bit

2014

A8

20 NM

64 Bit

2015

A9

16-14 NM

64 Bit

2016

A10

16 FFC NM

64 Bit

2017

A11

10 NM

64 Bit

2018

A12

7 NM

64 Bit

2019

A13

7 NM

64 Bit

2020

A14

5 NM

64 Bit

2021

A15

5 NM

64 Bit

2022

A16 (?)

3 NM (?)

64 Bit (?)

So ist es leicht vorherzusagen, dass der übernächste Chips für das iPhone 14 in einem 3-nm-Verfahren gefertigt wird. Dazu gab es Berichte in der Vergangenheit , nun scheint "Digitimes" konkrete Hinweise aus Zulieferer-Industrie erhalten zu haben. Demnach bereitet sich der Zulieferer TSMC auf die Massenproduktion der neuen Chips für die zweite Hälfte 2022 vor. Dies passt knapp in die Produktionspläne einer neuen iPhone-Generation, startet doch die Massenproduktion der iPhones irgendwann im Sommer, für das iPhone 13 beispielsweise – Ende Mai 2021 .

Von dem neuen Verfahren kann man erwarten, dass dabei deutlich mehr Transistoren auf die gleiche Fläche passen. Das erlaubt Leistungssteigerungen bei gleich gebliebenem oder nur knapp erhöhten Energiebedarf. Wenn man die Verbesserungskurve aus den vergangenen Jahren fortsetzt, kann man 10 bis 15 Prozent Leistungssteigerung in diesem und im kommenden Jahr erwarten .

Interessant ist die Entwicklung im Hinblick auf Macs: Der aktuelle M1 basiert auf dem A14-Chip, gefertigt im 5-nm-Verfahren. Es wird erwartet, dass Apple noch in diesem Jahr Profi-Macs wie Macbook Pro oder Mac Mini mit der nächsten Generation der Prozessoren vorstellen wird, generell wird aber eher ein evolutionärer Schritt mit M1X erwartet, der wohl auf dem A15 basieren wird. Der Hersteller wartet wohl den nächsten Sprung auf das 3-Nanometer-Verfahren ab, um seinen Mac-Chip gerechtfertigt M2 nennen zu können.

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