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Apple bereitet Vergleichszahlungen wegen Drosselgate vor

14.07.2020 | 12:09 Uhr | Peter Müller

Nutzer in den USA können auf einer Webseite ihre Daten wie Seriennummer oder Apple ID eintragen.

Apple hat vor dem Gericht von Nordkalifornien in Sachen gedrosselter Batterieleistung im März einen Vergleich geschlossen und sich bereit erklärt, an die Besitzer von iPhone 6 (Plus), iPhone 6s (Plus), iPhone SE und iPhone 7 (Plus) eine Entschädigung in Höhe von 25 US-Dollar zu bezahlen, wenn diese das Gerät vor Oktober 2017 im Einsatz hatten und ein Problem mit gedrosselter Leistung wegen schwacher Batterie hatten.

Apple hat nun eine Website aufgesetzt, über die sich Einwohner der USA für die Entschädigung anhand der Seriennummer des Gerätes oder der Apple ID registrieren können. Hier besteht auch die Möglichkeit, dem Vergleich zu widersprechen, um Apple in der gleichen Sache erneut verklagen zu können. Die Gesamtsumme der Entschädigung ist auf 500 Millionen US-Dollar begrenzt, also auf 20 Millionen Geräte. Die endgültige Summe wird nach dem Ablauf der Anmeldung aller Betroffenen berechnet, noch bis zum 6. Oktober 2020 nimmt Apple die Seriennummer oder Apple IDs der US-Bürger an. Am 4. Dezember muss noch ein Gericht dem Vergleich zustimmen, nach Angaben der Seite kann danach die Auszahlung beginnen.

Die Webseite smartphoneperformancesettlement.com, die die Anmeldungen verwaltet und weitere Infos für die Betroffenen liefert, ist interessanterweise bereits am 25. Februar 2020 registriert worden, ein paar Tage vor der eigentlichen Gerichtssitzung, worauf der Vergleich vereinbart wurde.

In anderen Ländern kann der iPhone-Hersteller wegen Drosselgate ebenfalls zur Kasse gebeten werden: In Italien versucht das Unternehmen eine Gerichtsentscheidung wegen Schadenszahlung anzufechten, in Frankreich hat die lokale Wettbewerbsbehörde eine Strafe in Höhe von 25 Mio. Euro verhängt, in Israel läuft gerade eine Klage gegen Apple .

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