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Apple gewinnt Oscar – dank Final Cut Pro 7

11.02.2020 | 15:30 Uhr |

Filme von Apples Streaming-Plattform Apple TV+ spielten während der Oscar-Verleihung keine Rolle, dennoch konnte sich Apple auf Umwegen eine Auszeichnung sichern. Denn der Film "Parasite", Gewinner der Kategorie "Bester Film", wurde mit Apples Final Cut Pro geschnitten. Und zwar mit einer Version aus dem Jahr 2009.

Auszeichnungen für Produktionen des Streamingdienstes Apple TV+ hat Apple sicherlich nicht erwartet, dennoch gab es für das Unternehmen Grund zu feiern. Denn auf indirektem Weg hat Apple sogar die Auszeichnung für den Besten Film ergattert. Denn der koreanische Film "Parasite", erster fremdsprachiger Gewinner dieser Kategorie, wurde mit Apples Schnittprogramm Final Cut Pro geschnitten (erster ausländischer Gewinner war übrigens der französische Stummfilm "The Artist" – Am. der Red.). Das berichtet die Fachwebsite fcp.co.

Bemerkenswert dabei: Nicht die aktuelle Version Final Cut Pro X kam zum Einsatz, sondern die Version 7 . Die ist 2009 in den Handel gekommen, die offizielle Unterstützung unter macOS endete 2017 mit macOS High Sierra.

Es ist nicht das erste Mal, dass eine mit Final Cut Pro bearbeitete Produktion mit einem Oscar ausgezeichnet wird. Die Kurzfilme "Skin" und "The Silent Child" gewannen 2019 und 2018 jeweils den Oskar für den besten Kurzfilm. Beide Filme wurden mit Final Cut Pro X geschnitten.

Apples Pläne für den eigenen Streamingdienst Apple TV+ sehen vor, jährlich mindestens sechs Kinofilme zu produzieren. Das berichtet die "New York Post". Obwohl das geplante Budget von bis zu 30 Millionen US-Dollar pro Film weit unter den finanziellen Mitteln großer Hollywood-Produktionen liegt, sollen Nominierungen und im besten Fall auch Auszeichnungen bei den Oscars erreicht werden. Dafür ist die Zusammenarbeit mit bekannten Regisseuren geplant.

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