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Apple: iPhone-Leaks schaden uns und Dritt-Herstellern

30.07.2021 | 10:19 Uhr | Halyna Kubiv

Apple will wohl in China gegen eine Gruppe von Menschen vorgehen, die unveröffentlichte Prototypen von iPhones & Co auf Twitter verbreiten.

Apple hat eine Unterlassungserklärung an einen chinesischen Twitter-Nutzer geschickt, der sich damit profiliert hat, auf dem grauen Markt unveröffentlichte iPhone-Prototypen aufzukaufen und Bilder davon auf Kurznachrichtenplattform zu posten. Apple motiviert die angestrebte Unterlassung mit unterschiedlichen Gründen: Zum einen erfahren die Nutzer lang vor der Keynote fast alle Einzelheiten der kommenden Produkte, sodass der Überraschungseffekt ausbleibt. Und die Fähigkeit, eigene Kunden immer wieder zu erstaunen, gehört "zu der DNA der Firma", so Apple. Zudem würden solche Prototypen auch den Drittherstellern schaden, wenn sie sich auf veröffentlichte Informationen verlassen und so Hüllen produzieren, die letztendlich dem verkauften Produkt nicht passen, weil der Hersteller in der Zwischenzeit etwas an den Abmessungen geändert hat. Grundsätzlich argumentiert Apple damit, die Leaker würden Apples Geschäftsgeheimnisse veröffentlichen und so der Firma schaden.

Lesetipp: Leaks zeigen geheime iPhone-Prototypen

Während man Apple durchaus glauben kann, dass sich die Firma Sorgen um Überraschungseffekte bei der iPhone-Vorstellung macht, scheint ein Argument um das Wohlergehen der Hüllenhersteller etwas vorgeschoben zu sein. Zum einen versorgt Apple einige Firmen mit eigenen Blaupausen noch vor dem Verkaufsstart, sodass die Dritt-Hüllen gleich am ersten Tag sogar im Apple Store mit angeboten werden. Zum anderen ist das Verhältnis Apples mit Dritt-Herstellern ein durchwachsenes. Die Firma hat Anfang des Jahres ein Team etabliert , das gegen die Zubehörhersteller vorgehen soll, die Apples Produkte kopieren und als Originale vertreiben.

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