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Apple kauft Rechte für Polit-Doku "Boys State"

28.01.2020 | 10:12 Uhr | Halyna Kubiv

Kann eine Doku über US-Politik ohne Hillary Clinton oder Donald Trump auskommen und dazu noch spannend sein? Durchaus!

Apple sichert sich anscheinend für geschätzte zehn Millionen US-Dollar zusammen mit der Distributionsfirma A24 die globalen Rechte für eine neue Polit-Doku "Boys State" . Produziert wurde der Film von Amanda McBaine und Jesse Moss, seine Premiere feierte er auf dem Sundance Festival in diesem Januar. Die beiden Produzenten begleiten über mehrere Tage vier Protagonisten, die an einem Sommerlager teilnehmen. Doch der hat es in sich: "Boys State" wird von "The American Legion" jeden Sommer veranstaltet und ist ein Staat bzw. eine Politikbühne, nur für minderjährige Jungs. Tausend Teilnehmer kommen jedes Jahr nach Austin, Texas, um sich in der Politik zu üben. Die Jungs formen Parteien, führen Wahlkampf für eigene Kandidaten, lernen zu argumentieren und Verbündete für ihre eigene Sache zu suchen. Boys State wird in den USA seit 1937 in allen Bundesstaaten veranstaltet, zu den berühmten Alumnis gehören Bill Clinton, Dick Cheney, Jon Bon Jovi und Bruce Springsteen, aber auch andere Bundes- und Lokalpolitiker, Journalisten, Schriftsteller und Schauspieler. Kurz um; "Boys State" ist diese klassische "Schule des Lebens", die man so gerne bei Facebook-Info angibt, nur in echt.

Wer eine moderne Version von "Herr der Fliegen" erwartet, wird enttäuscht sein, schreibt " New York Post ", denn den Veranstaltern geht es nicht um einen Überlebenskampf, sondern um die Kunst einer demokratischen Diskussion.

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