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Apple legt Rekordbilanz vor - iPhone schwächelt

31.07.2019 | 06:27 Uhr | Peter Müller

Das Juni-Quartal 2019 war hinsichtlich Umsatz das beste der Apple-Geschichte, wenn auch nur knapp über Vorjahr. Alles außer dem iPhone hat zugelegt.

Für das dritte Quartal seines Geschäftsjahres 2018/19 bilanziert Apple einen Umsatz von 53,8 Milliarden US-Dollar, ein Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Gewinn pro verwässerter Aktie ging jedoch um 7 Prozent auf 2,18 US-Dollar zurück, der Nettogewinn betrug 10,044 US.Dollar, im Vorjahr waren es noch 11,519 US-Dollar.

Sorgen macht aber weiter das iPhone, dessen Umsätze um zehn Prozent zurückgingen, von 29,5 Milliarden US-Dollar im Vorjahr auf nunmehr 26 Milliarden US-Dollar. Stückzahlen nennt Apple seit diesem Geschäftsjahr keine mehr, 2018 waren es 41 Millionen Stück im Juni-Quartal. Da seither der durchschnittliche Preis des iPhones angestiegen ist, dürften die Verkaufszahlen um mehr als zehn Prozent gesunken sein.

Alle anderen Sparten bei Apple prosperieren jedoch. Nimmt man das iPhone aus, das nun erstmals seit acht Jahren weniger als die Hälfte des Gesamtumsatzes ausmacht, stiegen die Umsätze des Unternehmens um 17 Prozent.  In der Bilanzpressekonferenz erklärt Apple-CEO Tim Cook jedoch, dass im Monat Juni in den eigenen Retail-Stores man wieder ein Umsatzwachstum beim iPhone habe feststellen können.

Mit dem Mac machte Apple einen Umsatz von annähernd sechs Milliarden US-Dollar, das iPad brachte fünf Milliarden US-Dollar in die Kassen. Besonders stark legten die Services zu, um 15 Prozent auf 11,5 Milliarden US-Dollar. Dabei sind die meisten der im März vorgestellten neuen Dienste noch gar nicht an den Start gegangen. Apple Arcade und Apple TV+ kommen irgendwann im Herbst, die Apple Card im August, wie auch Tim Cook bestätigte. Apple Pay sei nun größer als Pay Pal, freut sich der CEO zudem. Zu den Services tragen auch Apple Music oder iCloud-Speicher-Pläne bei.

Wearables boomen weiter enorm, die Sparte mit AirPods und Apple Watch legte beim Umsatz gar um mehr als 50 Prozent zu, von 3,7 Milliarden US-Dollar auf 5,5 Milliarden US-Dollar - allein diese Sparte sei größer als 60 Prozent der Fortune-500-Unternehmen, betont Cook.

59 Prozent des Umsatzes hat Apple außerhalb der USA eingefahren, in China bestehen weiter Probleme. Im dritten Quartal sind die Umsätze in Greater China (Volksrepublik China, Hongkong und Taiwan) leicht gesunken, von 9,6 Milliarden US-Dollar auf 9,2 Milliarden US-Dollar. In der Volksrepublik alleine sei der Umsatz aber wieder gestiegen, ebenso die installierte iPhone-Basis gewachsen.

Für das vierte Quartal rechnet Apple mit einem Umsatz zwischen 61 und 64 Milliarden US-Dollar, ein Zeichen dafür, dass man neuen iPhones und anderen Produktlaunches optimistisch entgegen sieht. In der Pipeline dürften auch eine neue Apple Watch und ein Macbook Pro mit 16-Zoll-Bildschirm stecken, auch der neue Mac Pro könnte noch vor Ende September in den Handel kommen. Cook kündigte jedoch "aufregende" Produktneuvorstellungen für alle Kategorien an.  Das dürfte im September und Oktober passieren.

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