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Apple plant Chips mit 32 Kernen, bis zu 128 Grafikkernen

13.12.2020 | 09:30 Uhr | Peter Müller, Halyna Kubiv

Apples Pläne in Sachen eigene Prozessoren und Grafikkarten sind alles andere als bescheiden. 2021 und vor allem 2022 wird spannend.

Die M1-Macs, am 10. November 2020 vorgestellt, waren erst der Anfang. Wie es in Sachen Apple Silicon weitergehen soll, beschreiben Mark Gurman und Ian King für Bloomberg . Die Chips für neue Macs sollen diese dazu bringen, High-End-PCs in der Performance zu schlagen. Apple werde im Frühjahr die nächsten Apple-Silicon-Macs bringen, im Herbst gehe es dann weiter. Auf dem Plan stünden neue Macbook Pro, iMacs in Low-End- und High-End-Ausstattung – und für 2022 dann auch ein neuer Mac Pro in halber Größe wie bisher. Laut Bloomberg werden neue Chips bzw. neue Laptops und Desktops von Apple eine Überraschung selbst für Branchenexperten sein, denn Apple setzt sich in der Entwicklung der nächsten Generation der M-Systeme recht ambitionierte Ziele. Demnach will der Hersteller eigene Rechner durch Geschwindigkeit und Leistung von dem Rest der Industrie abheben, die auf Intel-Prozessoren setzt.

Für Macbook Pro und iMac bereite Apple Chip-Designs mit 16 Hochleistungskernen und vier Effizienzkernen vor, für den neuen Mac Pro sollen 32 Hochleistungskerne in einem SoC verbaut sein. Die Zahl der Prozessor-Kerne ist noch nicht in Stein gemeißelt, der Hersteller könnte bei der Produktion auf bisher unbekannte Probleme stoßen, die Anzahl der funktionierenden Kerne reduzieren. So hat Apple beispielsweise mit seinen A12-Prozessoren in den beiden Generationen des iPads Pro verfahren : Der A12X in dem iPad Pro 2018 hatte acht Grafikkarten-Kerne, effektiv waren aber nur sieben aktiv, der A12Z hatte die gleichen acht Grafikkarten-Kerne, alle davon waren aktiv. Eine mögliche Erklärung dafür wäre, dass der Zulieferer TSMC beim ersten Anlauf eine zu hohe Fehlerquote bei der Herstellung der Grafik-Coprozessoren verzeichnet hat. Hat man auf nur einen Kern bei der Qualitätssicherung des A12X verzichtet, verbesserte sich die Fehlerquote und die Produktionskosten stiegen nicht dramatisch. In zwei Jahren hat TSMC wohl Fehler ausgebügelt, Herstellungsprozesse optimiert, sodass der gleiche Prozessor mit acht funktionierenden Grafikkernen ausgeliefert werden konnte. Das gleiche Prozedere können künftige Macs und Macbooks unterlaufen.

Apples Ingenieure arbeiten außerdem an den eigenen Grafikkarten für die kommenden Macs. Der Hersteller testet bereits 16- und 32-Kerne-Einheiten für seine Profi-Rechner und die Rechner im mittleren Preisbereich seines Portfolios. Für die zweite Hälfte von 2021 oder wahrscheinlicher 2022 bereitet Apple teure Grafikkarten für seine High-End-Geräte. Diese sollen auf 64 oder 128 Kerne in einer Grafikkarte setzen und um Längen schneller sein als die aktuellen Produkte von Nvidia und AMD.

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