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Apple setzt auf hohe Preisen, Margen und Qualität

05.05.2009 | 10:42 Uhr | Stephan Wiesend

Apple setzt auf hohe Preisen, Margen und Qualität

Ein Netbook mit niedrigem Preis würde nur schwerlich in Apples Produktpalette passen. Es würde viele Interessenten vom Kauf eines Macbook oder Macbook Air abhalten, selbst wenn es viele Neukunden brächte. Vor Kurzem will die Seite Appleinsider deshalb von einer Preissenkung bei iMacs und Macbooks gehört haben - nicht zuletzt um der Konkurrenz der billigen Netbooks etwas entgegenzusetzen.
Mit seiner Hochpreispolitik liegt Apple aber vielleicht gar nicht so falsch. Laut Wall Street Journal musste der Netbook-Erfinder Asus zuletzt stark sinkende Unternehmensgewinne melden. Auch Acer, Marktführer bei Netbooks, meldete jetzt sinkende Umsätze und Gewinne. Auch Microsoft ist über die Netbook-Welle alles andere als glücklich, die Mini-Rechner laufen nämlich meist nicht mit Windows Vista. Um trotzdem präsent zu bleiben, verkauft Microsoft Windows XP-Lizenzen, für die es laut Wall Street Journal nur 15 US-Dollar pro Netbook bekommt.
Touchscreen-Macbook oder iPod XXL

Plausibler klingt ein anderes Gerücht: Statt einem Netbook soll Apple eine Art Webpad mit Touchscreen vorbereiten. Ein solches Gerät, eine Art iPod Touch im Großformat, hätte durchaus Marktchancen und würde keine Computerkäufe kannibalisieren. Laut Businessweek ist dieses Gerät als Abspielgerät für Musik, Videos und die Nutzung im WLAN gedacht. Man könnte es sich technisch etwa wie eine Sony PSP oder einen iPod Touch XXL vorstellen, geeignet auch als Abspielgerät für Filme aus dem iTunes Store. Ein größerer Bildschirm mit Touchscreen wäre wahrscheinlich, auch wenn dies auf Basis des iPhone-Betriebssystems nicht so einfach umzusetzen ist. Da alle iPhone-Programme fest auf die Auflösung 320 x 480 optimiert sind, kann man nicht einfach ein Display mit höherer Auflösung einbauen.

Fazit

So bald wird es kein 300 Euro-Netbook von Apple geben. Gerüchte über ein neues Apple-Macbook tauchen immer wieder auf, dabei handelt es sich aber wohl eher um das Wunschdenken vieler Anwender. Spätestens zur WWDC wird es dagegen sicher neue iPhones geben, bereits vorher vielleicht Preisanpassungen oder gar ein Webpad oder iPad - so der kolportierte Name der Apple-Lösung.

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