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Apple spendet für die Kriegsopfer in der Ukraine

02.03.2022 | 16:50 Uhr | Halyna Kubiv

Der Hersteller hat sich lange ausgeschwiegen, nun hat Apple seine Position in einem Rundbrief an alle Angestellten deutlich gemacht.

Apple hat zu der aktuellen Situation in der Ukraine relativ lange geschwiegen, andere US-Unternehmen hatten bereits am Wochenende oder Anfang der Woche reagiert. Dafür war die Reaktion aus Cupertino ungewöhnlich heftig: Apple hat in Russland die Verkäufe aus seinem Online-Shop komplett eingestellt . Zudem sind die beiden Apps von staatlichen russischen Medien wie RT, vormals Russia Today, und Sputnik News weltweit nicht mehr im App Store verfügbar.

Mail an alle Mitarbeiter - klare Maßnahmen

In einer internen Mail an alle Angestellten hat Tim Cook nun weitere Schritte erklärt, die das Unternehmen geht. Alle Apple-Angestellten in der Ukraine werden kontaktiert, Apple helfe demnach wie man nur kann. Dazu spendet das Unternehmen an nicht weiter spezifizierte Hilfsorganisationen. Wie oft in solchen Fällen multipliziert die Firma den Spendenbeitrag eines Mitarbeiters, in dem Fall legt Cupertino das Zweifache der Summe nochmal drauf. Alle Mitarbeiter sind angehalten, im Peoples-Portal eine der Hilfsorganisationen zu wählen und für sie zu spenden, Apple hat zudem versprochen, die Beiträge rückwirkend ab dem 25. Februar mit eigenen Spenden nochmals zu decken. 

Wir haben an der Stelle noch am 24. Februar Apple aufgerufen, eigene Sanktionen gegen Russland zu starten, unsere Vorschläge haben sich nur im Bereich Services wie Apple Pay oder App Store bewegt. Dass Apple komplett die Verkäufe in Russland stoppt, haben wir nicht mehr erwartet. Russland ist ein nicht unwichtiger Markt für Apple, Apple Rus LLC hat nach Angaben von Statista im Jahr 2020 266 Mrd. Rubel umgesetzt . Zum damaligen Wechselkurs (von rund 80 Rubel) waren es knapp 3,325 Mrd. Euro. 

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