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Apple stellt macOS Server nach 23 Jahren ein

22.04.2022 | 09:30 Uhr | Halyna Kubiv

Apple hat die Software für Sysadmins eingestellt. Die meisten Funktionen sind zu macOS gewandert, für manches muss man Dritt-Apps kaufen.

Apple hat am Donnerstag in einem Support-Dokument bekannt gegeben, dass macOS Server, sein Betriebssystem für Server-Hardware, eingestellt wurde. Das Ende von macOS Server kommt etwas mehr als 23 Jahre nach seiner Einführung am 16. März 1999. Die letzte Version von macOS Server ist 5.12.2.

Während der letzten Zeit von macOS Server integrierte Apple viele seiner Funktionen in macOS als Teil einer Auslaufphase der Software. Zum Beispiel wurden der File Server, der Caching Server und der Time Machine Server in macOS High Sierra integriert. Die Befehlszeilenwerkzeuge zur Verwaltung von Xsan (Apples Storage Garage Network/Clustered File System) wurden in macOS Big Sur integriert. 

Apple hat viele Funktionen ab Version 5.71 entfernt und in seinem Support-Dokument werden Alternativen zu den entfernten Funktionen aufgelistet, wenn sie nicht in macOS enthalten sind. Die verbleibende Funktion, die Administratoren mit dem Ende von macOS Server ersetzen müssen, ist der Profile Manager für die Verwaltung mobiler Geräte (MDM), und Apple hat ein Dokument, das bei der Auswahl einer MDM-Lösung hilft.

Das Ende von macOS Server hat sich bereits 2018 abgezeichnet, als Apple mit der neuen Version recht viele Dienste wie E-Mail- und Terminverwaltung entfernt hat. Eine bequeme und nicht so ausgefeilte Alternative gab es schon: die iCloud. macOS Server ist als Unix-System noch etwas älter als macOS – die Server-Variante hat Apple bereits im Frühling 1999 vorgestellt, auf die Client-Version mussten die Nutzer noch bis März 2001 warten

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei unserer Schwesterpublikation "Macworld"

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