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Apple führt Porno-Scan in iOS 15 nun doch nicht ein

15.12.2021 | 09:30 Uhr | Halyna Kubiv

Mit iOS 15.2 hat Apple zwei der angekündigten Funktionen für Kindersicherheit implementiert. Die kontroverseste fehlt jedoch.

Vorgestern Abend ging die finale Version von iOS 15.2 online, Apple hat mit dem Update recht viele Sicherheitslücken geschlossen und einige neue Funktionen gebracht, darunter die seit Sommer angekündigte Warnung vor expliziten Inhalten in iMessage und Suchanfragen per Siri, Spotlight und Safari. Detailliert sind die Änderungen auf einer Extra-Seite beschrieben, doch einem Entdecker auf Reddit ist aufgefallen, dass von dieser Seite ein wichtiger Abschnitt verschwunden ist: Die Ankündigung von CSAM-Überprüfung der iCloud-Fotos. 

Apples Seite zu den kommenden Funktionen für Kindersicherheit ging am 5. August online , das Unternehmen hat sie seit dieser Zeit etwas verändert, so sind mit der aktuellsten Version vom 13. Dezember von der Seite jegliche Hinweise zur CSAM-Überprüfung verschwunden. Der entsprechende Paragraph auf der Seite war der umfangreichste zu den drei Sicherheitsfunktionen, zusätzlich hatte  Apple auf technische Dokumentation wie Whitepapers und Überprüfung der Neuerungen durch Forscher verwiesen. Diese PDFs selbst sind nach wie vor online, doch nun fehlen jegliche Verlinkungen von der Ankündigungsseite. 

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Was Apple mit der Kinderporno-Überprüfung nun weiter vorhat, ist noch unklar. Im September, nachdem sich Datenschützer, Journalisten, ja einige Behörden sich öffentlich gegen den Scan äußerten, hatte der Entwickler angekündigt, die Funktionen zu verschieben. iOS 15 ging ohne sie an den Start. Mit iOS 15.2 können die Eltern nun zumindest auf Wunsch die Warnung vor expliziten Inhalten auf den Smartphones ihre Kinder aktivieren. Vermutlich wird Apple wohl in der nächsten Zukunft davon absehen, iCloud-Fotos aller Nutzer auf pornografische Inhalte zu scannen. 

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