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Apple und Epic verzichten vor Gericht auf Geschworene

30.09.2020 | 13:08 Uhr | Thomas Hartmann

In ihrem Streit um Fortnite und App-Store-GebĂĽhren haben sich die Kontrahenten Apple und Epic Games geeinigt, dass allein ein Berufsrichter urteilen werde.

Epic und Apple, die Gegner im Streit um Fortnite und den App Store haben sich darauf geeinigt, dass keine Geschworenen, sondern ausschließlich eine hauptamtliche Richterin das Urteil im anstehenden Prozess sprechen soll. In einem Gerichtsantrag, der am vergangenen Dienstag eingereicht wurde, erklärten die Unternehmen, dass nach der Beratung sowohl die Ansprüche von Epic als auch die Gegenansprüche von Apple durch das Gericht entschieden werden sollten, berichtet Apple-Insider .


Apple wollte zuvor noch auf ein Geschworenengericht bestehen, hat diesen Antrag aber zurückgezogen, um das Verfahren zu straffen. Dies hängt offenbar damit zusammen, dass Richterin Yvonne Gonzalez Rogers nicht zwei Fälle verhandeln wolle, wie sie in einer Voranhörung am Montag mitteilte – sie sei geneigt, beide Fälle gleichzeitig zu verhandeln.


In einer ersten Anhörung hatte die Richterin Epic für die Art und Weise, in der der Spielehersteller den Fall eskalieren ließ und vor Gericht brachte, scharf kritisiert. Epic habe Apples Regeln – die das Unternehmen bis dato akzeptiert hatte – geradezu lustvoll gebrochen. An sich wollte Gonzalez den gesamten Fall vor einem Geschworenengericht haben, da er exemplarisch für den Konflikt um Kartellbildung der großen Techunternehmen stünde. Dabei war ihr auch die Stimme der Öffentlichkeit wichtig. ”Das sind bedeutende Fälle im Grenzbereich des Kartellrechts", sagte Rogers demnach und fügte hinzu: "Es ist wichtig dafür zu verstehen, was wirkliche Menschen denken.” Das lehnten aber sowohl Apple als auch Epic ab, sodass es jetzt zu dieser Lösung kam.



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