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Apple und Google gemeinsam gegen Covid-19

14.04.2020 | 07:55 Uhr | Peter Müller

Die Technologiegiganten wollen eine gemeinsame Basis für eine Corona-Warn-App schaffen. Es gibt aber Bedenken.

Apple und Google wollen zusammen dabei helfen, die Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 zu bekämpfen. Mit einer gemeinsamen Technologie zur Kontaktverfolgung für iOS und Android wolle man Smartphonenutzer dabei warnen, wenn sie in der Nähe einer infizierten Person sich aufhalten. Diese muss aber erstens von ihrer Infektion wissen und zweitens der App diesen Umstand auf freiwilliger Basis anvertrauen, die Details zur geplanten App sind noch sehr vage. Es wird auch noch einige Monate dauern, bis die Anwendung auf die Smartphones der Welt kommt, Google und Apple veröffentlichen im Mai die dafür notwendigen Programmierschnittstellen. Von Gesundheitsbehörden herausgegebene und in den App Stores erhältliche Apps sollen dadurch interoperabel werden. In den kommenden Monaten wollen Apple und Google "eine umfassendere, Bluetooth-basierte Plattform zur Nachverfolgung von Kontakten zu ermöglichen, indem diese Funktionalität direkt in die zugrundeliegenden Plattformen integriert wird", wie es in der Pressemitteilung Apples weiter heißt.  Dies sei eine stabilere Lösung als eine API und würde es mehr Einzelpersonen ermöglichen, sich nach ihrer Entscheidung per Opt-in zu beteiligen.

Indes hat sich der US-Präsident zu Wort gemeldet und die Pläne der Konzern als "faszinierend" bezeichnet, die Technologie sei um so vieles besser als das, was andere Länder planen würden. Es gebe aber rechtliche Bedenken, warf der POTUS ein, und das nicht einmal zu Unrecht. Wo genau es Probleme mit der Verfassung sieht, ließ das stabile Genie im Weißen Haus aber nicht durchblicken, es ist ohnehin interessant, dass ihm die Verfassung auf einmal wichtig ist .

Apple stellt in seinem Statement klar: "Datenschutz, Transparenz und Zustimmung sind bei diesen Bemühungen von größter Bedeutung, und wir freuen uns darauf, diese Funktionalität in Absprache mit interessierten Interessengruppen zu entwickeln. Wir werden Informationen über unsere Arbeit transparent veröffentlichen, damit andere sie analysieren können."

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