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Apple und das Corona-Virus: Die möglichen Folgen

28.01.2020 | 09:50 Uhr | Peter Müller

Angesichts der neuen Epidemie in China sollten Sorgen um den Börsenkurs hinten anstehen. Aber das Corona-Virus hat nun mal Auswirkungen auf die Wirtschaft, genauer gesagt auf ihre kleinste Einheit, den Menschen.

Die Sorge um das Business sollte im Fall des aktuellen Corona-Virus-Ausbruchs an letzter Stelle stehen, doch ist nicht zu leugnen, das Apples Geschäfte in China auf der Arbeit von zahlreichen Menschen beruht, die erkranken könnten – oder es bereits sind.

Noch sind Auswirkungen auf Apples Retail-Stores, die Rechenzentren und die von Foxconn und andren betriebenen Fertigungsanlagen für iPhone und Co. völlig ungewiss, da vor allem nicht klar ist, wie lange die Krankheit wüten und wie viele Menschen sie betreffen werde.

Ein Vergleich zu SARS von 2002 lässt sich schwer ziehen: Die ebenfalls von einem Corona-Virus ausgelöste Krankheit war zwar weit tödlicher als die jetzige Epidemie, das Virus aber weniger ansteckend. Die SARS-Epidemie hielt etwa ein halbes Jahr lang an, Apple war in China vor den Zeiten des iPhones bedeutend kleiner.

Foxconn rät bereits Arbeitern seiner Fabrik in Wuhan ihre Aufenthalte zu den Neujahrsfeiertagen in Taiwan zu verlängern, berichtet Apple Insider . Für die in Wuhan gebliebenen Arbeitern erhöht Foxconn aber die Vorsorgemaßnahmen und teilt Atemschutzmasken an seine Arbeiter aus, die täglich ihre Temperatur überprüfen müssen. Fieber ist mit das erste Krankheitssymptom.

Das CDC hat den Ausbruch rekonstruieren können, eine erste Infektion habe es am 8. Dezember 2019 gegeben, die Weltgesundheitsorganisation warnte am 9. Januar erstmals vor der Epidemie. Schon neun Tage vorher, am 31. Dezember 2019, sei es laut Wired den prediktiven Algorithmen der Bluedot KI gelungen, den Ausbruch vorherzusagen.

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