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Apple verklagt Firma, die iOS für Bug-Suche emuliert

30.10.2019 | 11:45 Uhr | Peter Müller

Über Urheberrecht will Apple unterbinden, dass Correlium das iOS für die Fehler-Suche in einer virtuellen Umgebung darstellt.

Fehlersuche: Im August hatte Apple das Unternehmen Corellium wegen Urheberrechtsverletzung verklagt, das mit seiner Software es Sicherheitsforschern erlaubt, in virtuellen Instanzen von iOS Fehler zu suchen und diese an Apple zu melden. In Cybersecuritykreisen hatte die Entscheidung Apples, dieses an sich legale Vorgehen mit Hilfe des Urheberrechts unterbinden zu wollen, für Entsetzen gesorgt. Als Ersatz hatte Apple ein Programm aufgelegt, in dessen Rahmen es ausgewählten Forschern "vorgehackte" Geräte zur Verfügung stellte, die diese eingehender untersuchen konnten.

Mit Hilfe der Software von Corellium laufe die Suche nach Fehlern aber schneller ab, das ist auch Bestandteil der Eingabe an das Gericht, in dem sich das Unternehmen gegen Apples Vorwürfe wehrt, berichtet Vice. Sein Produkt würde die Welt zu einem besseren Ort machen, weil Sicherheitsforscher Apple schneller und besser helfen könnten, Fehler im Code aufzuspüren, heißt es in Corelliums Widerspruch. Das Programm von Apple bedeute, dass nur Cupertino bestimme, wer Fehler suchen und berichten dürfe und Apple allein entscheide, welche Fehler der Öffentlichkeit gemeldet und behoben würden. Also im Prinzip genau das, was Apple immer sagt: Nur maximale Kontrolle von Hardware, Software und Services ermöglichten maximale Sicherheit.

Corellium kauft auf dem Graumarkt iPhone-Prototypen für Entwickler, auf denen spezielle Sofrware für Tests installiert ist und deren Sicherheitseinstellungen zu diesem Zweck gelockert sind. Corellium geht auch naiv davon aus, dass alle seine Kunden lediglich im Sinn haben, etwaige gefundene Fehler direkt und unverzüglich an Apple zu berichten.

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