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Apple verschiebt Tracking-Verbot für Kinder-Apps

21.08.2019 | 10:28 Uhr | Peter Müller

Bis zum 3. September wollte Apple, dass alle Kinder-Apps kein Tracking mehr beinhalten. Die Frist ist nun verschoben.

Im Juni hatte Apple strengere Regeln bezüglich Ad-Tracking für Apps für Kinder angekündigt, die ab dem 3. September greifen sollten. Um die Daten der Kinder zu schützen, dürfen Kids-Apps keine Analytics- und Tracking-Software von Dritten erhalten und auch keine Daten an Dritte übermitteln. Das gilt seit Juni für alle neuen Apps, Entwickler sollten bestehende Programme bis zum Stichtag anpassen. Wie die Washington Post berichtet , hat Apple diese Frist nun unter Rücksprache mit zahlreichen Entwicklern verschoben. Denn diese sehen die Maßnahmen als zu restriktiv an. Um einigen schwarzen Schafen das Handwerk zu legen, stelle man ehrliche App-Entwickler vor zu hohe Hürden, um ihre Gratis-Apps mit Werbung finanzieren zu können, beschweren sich zahlreiche App-Anbieter.

Apple wolle aber nicht von seinem Vorhaben zurücktreten, sondern Entwicklern dabei helfen, das Ziel zu erreichen, erklärt Apple-Sprecher Fred Sainz der Post. Wie Apples Marketing-Vorstand Phil Schiller weiter ausführt, habe man Entwickler und Werbetreibende kontaktiert und gebeten, unangemessene Werbung aus Kids-Apps zu entfernen, dieser Ansatz brachte aber keinerlei Erfolg. Man habe ausreichend Daten gesammelt, um zu wissen, dass man das richtige tue.

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