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Apple verweigert Parler weiter die Rückkehr in den App Store

11.03.2021 | 09:14 Uhr | Peter Müller

Parler darf nicht in den App Store zurück, das Netzwerk konnte nicht zeigen, strafbare Handlungen seiner Nutzer zu unterbinden.

Der bei Rechtsextremisten beliebte soziale Netzwerk Parler muss ausweislich eines Bloomberg-Berichts weiterhin draußen vor der Tür des App Store bleiben. Im Januar hatte Apple die App entfernt, über die sich etwa die Kapitolstürmer des 6. Januar ausgetauscht hatten, Amazon verweigerte das Hosting der Website. Auf dem offenbar aus Russland geführten Hoster Epik hat Parler sein Netz wieder aufbauen können , über den Browser ist es also nutzbar.

Zur Begründung gab Apple an, Parler habe keine ausreichende Moderation gegen Hassreden und verhindere keine Aufrufe zu Straftaten. Beim Versuch Parlers, wieder Zutritt zum App Store zu erhalten, argumentierte Apple seine Ablehnung ähnlich: "Nachdem wir die neuen Informationen überprüft haben, glauben wir nicht, dass diese Änderungen ausreichen, um die App-Store-Richtlinien zu erfüllen", schrieb Apple am 25. Februar an den Chief Policy Officer von Parler. "Es gibt keinen Platz für hasserfüllte, rassistische und diskriminierende Inhalte im App Store." Apple habe dies mit Screenshots aus Parler-Unterhaltungen belegt, die Hakenkreuze zeigten oder offen rassistische, misogyne oder homophobe Nutzernamen.

Ganz konsequent ist Apple bei der Ablehnung von Hassrede und Hetze aber nicht, sonst müsste es auch den Apps von Twitter, Facebook und anderen die Tür weisen.

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